Projekte (Auswahl)


 

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Audiovisuelle Datenträger sind empfindlich und von raschem Zerfall bedroht: selbst bei ausgezeichneter Lagerung kann ihre Lebensdauer nur in Jahrzehnten gemessen werden. Da überdies Formate und Equipment durch rasche technische Weiterentwicklung zunehmend obsolet werden, sind auch die Möglichkeiten der Wiedergabe für die Zukunft nicht gesichert. Der Ausweg, die Materialien zu digitalisieren, kann ihr Überleben und ihre fortwährende Zugänglichkeit sicherstellen, ist jedoch derzeit noch kostenintensiv und wird nur von größeren Institutionen beschritten.

Das Projekt TAPE, das im Rahmen des "Culture 2000" Programmes von der Europäischen Union finanziert wird, dient der Erhöhung des Problembewußtseins sowie der Qualifizierung von Fachleuten durch Expertentreffen, Forschung, Publikationen und Workshops. Dabei liegt der Schwerpunkt auf audiovisuellen Sammlungen außerhalb der Verantwortungsbereiche der größeren nationalen Institutionen, die mit der Bewahrung von audiovisuellem Kulturgut betraut sind.

Das Phonogrammarchiv ist eine der Partnerinstitutionen von TAPE.


 

AES LOGO

Audio Engineering Society, Standards Committee, Subcommittee O3 on Preservation and Restoration of Audio Recordings (AES SC-03)

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Audio Engineering Society (AES)
Projektleiter: Richard Chalmers, Chairman AES Standards Committee
Ansprechpartner: Dietrich Schüller: Vice Chair AES SC-03
Franz Lechleitner: Task Group AES SC-03-02-M on mechanical media

Das Subcommittee 03 beschäftigt sich mit der Ausarbeitung von Standards und Recommended Practices zur Bewahrung und Restauration von Schallaufnahmen. Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppen nehmen aufgrund ihrer persönlichen Expertise teil.

Die einzelnen Projekte sind der Webpage des AES Standards Committee zu entnehmen: http://www.aes.org/standards/


DELOS LOGO

DELOS - Network of Excellence on Digital Libraries

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Europäische Union - http://www.delos.info/

Das DELOS Netzwerk plant gemeinsame Aktivitäten zur Koordination von Forschungsvorhaben größerer europäischer Arbeitsgruppen im Bereich Digital Libraries mit dem Ziel, die bisher eingesetzten Technologien systematisch weiter zu entwickeln.

Das Phonogrammarchiv ist Partner innerhalb des Preservation Cluster (WP 6), in dem folgende weitere Institutionen vertreten sind:

  • Humanities Advanced Technology and Information Institute (HATII), University of Glasgow, UK
  • Historisch Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung (HKI), Universität zu Köln, D
  • Nationaal Archief Netherlands, NL
  • Institute for Software Technology and Interactive Systems (IFS), Technische Universität Wien, A
  • Istituto di studi per la tutela dei beni archivistici e librari, Università degli Studi di Urbino Carlo Bo, I
  • UK Office for Library Networking (UKOLN), University of Bath, UK

Die vorrangigen Aufgaben des Preservation Cluster sind:

  • Schaffung einer Testumgebung mit definierten Randbedingungen für eine Optimierung der Konservierung digitaler Daten,
  • Fragen der Planung, Einrichtung und Führung von Institutionen mit digitalen Sammlungen,
  • Fileformate, deren Klassifikationen und Typologien,
  • Erstellung von Tools zur Beschreibung der Funktionalität und zur quantitativen Erfassung betrieblicher Merkmale,
  • Integration bereits etablierter Architekturen und Strategien zur Konservierung digitaler Daten.

Das Projekt DELOS hat im Jänner 2004 begonnen und umfasst in seiner ersten Phase 18 Monate.

 


 

Internationales Musikspektrum Wien

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Projekt des Phonogrammarchivs, unterstützt von der Kulturabteilung der Gemeinde Wien
Projektleiterin: Christiane Fennesz-Juhasz
MitarbeiterInnen: Heidi Köb, Christian Liebl, Katharina Thenius-Wilscher, Franz Pavuza

Die audio-visuelle Dokumentation musikalischer Aktivitäten von Zuwanderern der ersten bis dritten Generation war Gegenstand dieses 2002-2003 durchgeführten Projekts. Die Feldforschung konzentrierte sich auf Bevölkerungsgruppen aus Südosteuropa (Roma, Türken) und v.a. aus Westafrika und Asien, insbesondere aus dem Senegal und Nigeria sowie aus Indonesien. Im Blickwinkel stand jegliche innerhalb der betreffenden Gemeinschaften aktuell praktizierte Musik. Während des Projektzeitraums wurden Audio- und Videoaufnahmen von 12 Ereignissen mit Live-Musik und Tanz erstellt (von Vereinen organisierte Feste an wichtigen Feiertagen, Tanzveranstaltungen, private Feiern, Musik- und Tanzprobe, Kulturpräsentationen, Wettbewerbe u.ä.m.). Darüber hinaus wurden mit Musikern, Tänzerinnen und Veranstaltern Interviews geführt, von denen ein Teil ebenfalls mitgeschnitten wurde. Auch nach dem offiziellen Abschluss des Projekts werden weitere Erhebungen bei den betreffenden Zuwanderergemeinschaften durchgeführt.

Die Audio- und Video-Dokumentationen (derzeit im Gesamtausmaß von 55 bzw. 52 Stunden) sind, zusammen mit den Rechercheergebnissen zu den Ausführenden und zum soziokulturellen Umfeld, im Phonogrammarchiv archiviert und stehen weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verfügung.


 

RomBase - Elektronische Lehr- und Infomaterialien für und zu Roma

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EU Sokrates-Projekt: 87757-CP-1-2000-1-AT-Comenius-C2
Koordinierende Institution: Institut für Sprachwissenschaft, Universität Graz (Ansprechpartner: Dieter W. Halwachs)
Ansprechpartner: Christiane Fennesz-Juhasz
Projektpartner: Pädagogische Akademie des Bundes in Wien, Landesschulrat für das Burgenland, Romano Centro (Wien), Volksschule Oberwart, Volkshochschule der Burgenländischen Roma, Verein Roma (Oberwart), Centre de Recherches Tsiganes (Université Rene Descartes), Institut für Indologie der Karls Universität Prag, Institut für Ethnologie der Karls Universität Prag Romská stredny škola socialní (Romani Secondary Social School; Kolin), Philosophische Fakultät der Universität Ljubljana, Österreichisches Ost- und Südosteuropa-Institut, Aussenstelle Ljubljana, Osnovna šola III (Murska Sobota), Romani Union & Zveza Romskih Društev Slovenije (Murska Sobota), Balkan Foundation for Crosscultural Education and Understanding Diversity (Sofia).

Primäres Ziel dieses von September 2000 bis Dezember 2003 durchgeführten Projekts war es, einen Beitrag zur Überwindung der sozioökonomischen Marginalisierung von Roma und Sinti durch Verbesserung des Informationsangebots über Roma inklusive pädagogisch-didaktischer Aufbereitung desselben zu leisten.
Die Projektaktivitäten konzentrierten sich daher auf die Verbesserung des Lehrmittelangebots über Roma (u. a. durch Einsatz neuer Technologien), die Verbesserung des Informationsangebots zur Roma-Thematik (durch Nutzung des Internets) und die Verbesserung der Lehreraus- und –fortbildung.
Um diese Ziele zu erreichen wurden folgende Maßnahmen gesetzt:

  1. Adaptierung und Neuentwicklung von Romani-Computerlernspielen für Roma-Kinder.
  2. Erstellung einer multilingualen, multimedialen, computergestützten, über Internet leicht zugänglichen Datenbank zu Ethnologie, Kultur, Geschichte, soziopolitischer Situation, etc. der Roma unter Einbeziehung von Informationen über Roma-Gruppen und auch Roma-Persönlichkeiten. Ergänzt wird diese Datenbank um einen Info-Koffer mit Büchern, CDs, Videos und pädagogisch–didaktischen Begleitmaterialien, die den Einsatz der Datenbank im Schulunterricht, der Lehreraus- und Lehrerfortbildung etc. unterstützen.
  3. Entwicklung von Modulen auf Basis der Prinzipien interkulturellen Lernens, die sowohl in der Lehreraus- und -fortbildung als auch für Roma-Mediatoren verwendet werden können.