Neuigkeiten, Vorträge, Neuerscheinungen (Archiv)

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Oral History

Narrative Interviews mit syrischen Kriegsflüchtlingen in Österreich

Aus aktuellem Anlass werden im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Erhebung narrative Interviews mit syrischen Kriegsflüchtlingen in Österreich durchgeführt. Die Interviews sollen zu einem besseren Verständnis der Geflüchteten und ihrer Situation in Österreich führen und einen Beitrag für künftige Integrationsbemühungen leisten.

Zur Projektskizze...

-- online seit 11.11.2015 --



Henning Lucius, Gundela Bobeth und Knut SchochHammerflügel von Gert Hecher

Lecture-Recital: „SAG AN, WER LEHRT DICH LIEDER, SO SCHMEICHELND UND SO ZART?“

Am 29.10.2015 fand das Konzert mit Klavierliedern von Wiener Zeitgenossen Haydns, Mozarts und Schuberts im Theatersaal der ÖAW statt.

Dieses Konzert (Konzeption und Moderation: Gundela Bobeth; Ausführende: Knut Schoch, Tenor, Henning Lucius, Hammerflügel) wurde für die nächste CD-Publikation der Reihe „Klingende Forschung – Konzertdokumentation“ aufgezeichnet (Tontechnik: Johannes Spitzbart und Bernhard Graf ). Es handelt sich um eine seit 2012 bestehende Kooperation zwischen der Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen und dem Phonogrammarchiv der ÖAW.

-- online seit 6.11.2015 --



Franz Lechleitner und Prinz Kum´a Ndumbe III

Internationales Symposium  „African Testimonies and Oral Literature as Sources to Colonial History – Methodological Approach“ und Besuch im Phonogrammarchiv

Im Rahmen des Projekts „Preservation and Transmission of Africa’s Collective Memory – African Testimonies and Oral Literature in Early Colonial History” fand das Eröffnungssymposium am 21. und 22.10.2015 im Calasanzsaal (Piaristengasse) sowie am Institut für Afrikanistik der Universität Wien statt.

Das über drei Jahre laufende Projekt wird von der „Gerda Henkel Stiftung“ gefördert, das Teilprojekt zur Digitalisierung der Audiokassetten (Aufnahmen aus den frühen 1980er Jahren) mit Interviews zur Kolonialzeit wird vom Phonogrammarchiv durchgeführt; dies ist möglich dank der Zusage seitens der Stiftungsverwaltungskommission an der ÖAW, das Projekt aus Mitteln der Stiftung der Familie Philipp Politzer zu fördern.

Im Rahmen des Symposiums besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Phonogrammarchiv, um sich über Arbeitsweise sowie inhaltliche und technische Ausrichtung zu informieren. Außerdem fand hier auch die Unterzeichnung der Vereinbarung über die Digitalisierung der Kassetten zwischen den Projektpartnern, vertreten durch Prof. DDr. Prince Kum´a Ndumbe III. (Fondation AfricAvenir) und Gerda Lechleitner (Phonogrammarchiv), statt.

-- online seit 5.11.2015 --



Jahrbuch 5 des PhonogrammarchivsJahrbuch 5 bestellen

Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 5, erschienen!

Mit dem Jahrbuch 5 beginnt eine neue Ära. Es wird von nun an bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter dem richtungsweisenden Titel International Forum on Audio-Visual Research – Jahrbuch des Phonogrammarchivs verlegt. Die inhaltliche Zielsetzung ist einerseits auf technische Themen, wie Aufnahmetechnik, Langzeitbewahrung und Re-recording gerichtet, und andererseits auf die inhaltsbezogenen Ausarbeitungen und Auswertungen von im Phonogrammarchiv bewahrten und dokumentierten Audio- oder Video-Quellen. Das Jahrbuch fungiert somit als internationale Plattform für den Gedankenaustausch zu diesen Themen im Kreise von Spezialisten.

Die fünf Beiträge dieses Bandes spiegeln eben diese Zielsetzung wider – einerseits sind Technik-fokussierte und inhaltsbezogene Artikel zu finden, und andererseits wird der Innen- und Außensicht Rechnung getragen. Allen Beiträgen gemein ist die Tatsache, dass Technik und Inhalt verschränkt sind und die eine Betrachtungsweise ohne die andere nicht auskommt.

Link zu Inhaltsverzeichnis [PDF]

-- online seit 25.6.2015 --



Kleemeyer 170 (Flötenuhr)CD bestellen

CD-Neuerscheinung:

Kleemeyer 170

Dittersdorf, Haydn, Martín y Soler und Pleyel auf den zwölf Walzen der Flötenuhr Nr. 170 von Christian Ernst Kleemeyer, Berlin.

Tonaufnahmen und Kommentar: Helmut Kowar.

Gesamtaufnahme aller erhaltenen historischen Walzen der Flötenuhr von Christian Ernst Kleemeyer, hergestellt in Berlin 1793. Aufgenommen 2009 im Rahmen des Forschungsprojektes des Phonogrammarchivs zur Dokumentation mechanischer Musikinstrumente, Gesamtspielzeit 77:38 Minuten.

Cuvillier Verlag, Göttingen, erschienen Mai 2015.

Ein Hörbeispiel dieser Publikation finden Sie hier auf unserer „Audio-Editionen“ Seite.

-- online seit 16.6.2015 --



Tagungsrückblick:

Armonie și precizie în muzica mecanicăLink zur Tagungswebsite

„Armonie și precizie în muzica mecanică“

Unter dem Titel „Armonie și precizie în muzica mecanică” veranstaltete das Muzeul Ştiinţei şi Tehnicii „Ştefan Procopiu” (Iași, Rumänien) mit Unterstützung des Institutul Cultural Român vom 22. bis 24. Mai 2015 eine Tagung zur Musik mechanischer Musikinstrumente zu der Helmut Kowar mit zwei Vorträgen eingeladen war ("An overall view on the history and diversity of mechanical automata" und "Haydn's and Mozart's compositions for musical automata"). Die Beiträge der Konferenz werden in einem eigenen Tagungsband publiziert.

-- online seit 16.6.2015 --



Series 13: Recordings in Egypt (Junker 1911) and the Archive (Stigler 1912–1913)CD bestellen

Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 13:
Recordings in Egypt (Junker 1911) and the Archive (Stigler 1912–1913)

Kenzi-Dongolawi, Nobiin and Arabic – Dholuo and Luganda

Herausgeber: Clemens Gütl, Gerda Lechleitner, Christian Liebl.
Mit Beiträgen von Michael Achenbach, Marianne Bechhaus-Gerst, Clemens Gütl, Daniel Ochieng Orwenjo und Birgit Pack.
OEAW PHA CD 35, 2014.

Nach den beiden bereits erschienenen CDs Rudolf Pöch’s Kalahari Recordings (1908) und The Collection of Father Franz Mayr: Zulu Recordings 1908 vereinigt die vorliegende Edition nun zwei weitere historische Sammlungen mit gesprochenen und gesungenen Aufnahmen vom afrikanischen Kontinent. Die erste umfasst 14 Tondokumente (Kenzi-Dongolawi, Nobiin und Arabisch), die im Winter 1911 während der „Sprachenexpedition nach Nubien“ des berühmten Ägyptologen Hermann Junker entstanden. Die zweite Sammlung enthält sechs Aufnahmen von „Kilimandjaro“ Mori Duise und Simon Kasajja (in den Sprachen Dholuo und Luganda), die auf Betreiben des Physiologen Robert Stigler 1912–1913 im Phonogrammarchiv gemacht wurden. In bewährter Weise bietet die Publikation – im Rahmen einer sowohl internationalen als auch interdisziplinären Zusammenarbeit – neben den digitalisierten Originalaufnahmen und -protokollen wissenschaftliche Erläuterungen (v.a. zu deren Entstehung bzw. Verwendung und den beteiligten Akteuren) sowie moderne Transkriptionen der Inhalte und Übersetzungen ins Englische.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie hier auf unserer „Audio-Editionen“ Seite.

-- online seit 8.1.2015 --



Sala Muratori

CD-Präsentation im Rahmen der Tagung „Friedrich Schürr in Romagna“
(Ravenna, 10. Oktober 2014)

Ausgerüstet mit einem Archivphonographen des Phonogrammarchivs führte der Wiener Romanist Friedrich Schürr 1914 die erste dialektologisch orientierte phonographische Feldforschung in Italien durch, in deren Rahmen in Ravenna und Forlì 23 Aufnahmen verschiedener romagnolischer Mundarten entstanden. 100 Jahre später veröffentlichte das Phonogrammarchiv in Zusammenarbeit mit dem Centro per il Dialetto Romagnolo der Fondazione Casa di Oriani und mit finanzieller Unterstützung der Fondazione Cassa di Risparmio di Ravenna diese einzigartigen Tondokumente auf der CD Friedrich Schürr’s Recordings from Romagna (1914). Aus diesem Anlass fand am 10. Oktober 2014 eine kleine Tagung statt, auf der unter anderem die Herausgeber und Autoren der Publikation zu Wort kamen und über Schürrs Wirken und Werk sowie über das Phonogrammarchiv und seine historischen Sammlungen referierten. Ort der Veranstaltung war die Sala Muratori der altehrwürdigen Biblioteca Classense in Ravenna (s. Foto), was in zweierlei Hinsicht Symbolcharakter hatte: Der Bibliothekar Santi Muratori war Schürr bei seinen Forschungen stets sehr behilflich, und Ravenna, wo ja auch Schürrs Nachlass verwahrt wird, hatte vor genau vierzig Jahren Friedrich Schürr die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Programm [PDF]

-- online seit 7.11.2014 --



Series 14: Friedrich Schürr’s Recordings from Romagna (1914)CD bestellen

Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 14:
Friedrich Schürr’s Recordings from Romagna (1914)

Herausgeber: Cristina Ghirardini, Gerda Lechleitner, Christian Liebl.
Mit Beiträgen von Sanzio Balducci, Cristina Ghirardini, Franz Lechleitner, Gerda Lechleitner, Christian Liebl und Nadja Wallaszkovits.
OEAW PHA CD 37, 2014.

Diese einzigartige Sammlung von 23 Phonogrammen verschiedener romagnolischer Mundarten entstand 1914 in Ravenna und Forlì, als der Wiener Romanist Friedrich Schürr erstmals in Italien dialektologische Feldforschung mit einem Archivphonographen durchführte. Neben den von Schürr kreierten, standardisierten „Normalsätzen“ umfassen die Aufnahmen zudem die Namen der Wochentage und Monate, Einzelsätze und Sprichwörter sowie Gedichte und Prosa im Dialekt.

Die in Zusammenarbeit mit dem Centro per il Dialetto Romagnolo der Fondazione Casa di Oriani und mit finanzieller Unterstützung der Fondazione Cassa di Risparmio di Ravenna produzierte Publikation enthält nicht nur Audio-CD und Booklet, sondern auch eine Daten-CD mit diversen Begleitmaterialien und italienischen Übersetzungen der meisten Booklet-Beiträge.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie hier auf unserer „Audio-Editionen“ Seite.

-- online seit 7.11.2014 --



Jahrbuch 4 des Phonogrammarchivs

Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 4, erschienen!

Das Jahrbuch 4 beinhaltet Beiträge zum Thema „Relationships of Speech Tone and Music“ – einem Thema, das die interdisziplinäre Ausrichtung des Phonogrammarchivs widerspiegelt. Ausgangspunkt war ein mit dem Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologie in der ÖAW veranstalteter Workshop zu dieser Materie. Ein ausführlicher Feldforschungsbericht, „Die Wayuu in Bild und Ton“, gibt Einblick in das gewählte Forschungsdesign, die angewandten Arbeitsmethoden und den Einsatz von Audio- und Videotechnik. Zwei Rezensionen von Neuerscheinungen aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Anthropologie und Ethnomusikologie sowie der Tätigkeitsbericht für 2012 runden diesen Band ab.

Erhältlich bei: Cuvillier Verlag, Göttingen

-- online seit 6.11.2014 --



RAVAG - Volksliedersingen (Sammlung Kotek)

„Sammlung Kotek“ in das „Memory of the World“-Register der UNESCO aufgenommen

Die bedeutende Sammlung von frühen Volksmusikaufnahmen aus den Beständen des Phonogramarchivs der ÖAW und des Archivs des Österreichischen Volksliedwerkes der ÖNB wurde in das nationale Memory of the World-Register aufgenommen.

Die sogen. „Kotek-Sammlung“, seinerzeit von ihrem Initiator beiden Institutionen gleichermaßen überantwortet, stellt ein einzigartiges Konvolut von Tonaufnahmen dar, welches sowohl aus ethnomusikologischer, medienhistorischer als auch forschungsgeschichtlicher Sicht von außerordentlicher Bedeutung ist.

Die 63 Schellackplatten (mit 118 Matrizen-Nummern) sowie 17 Decelith-Selbstschnittfolien – heute allesamt Unikate – enthalten hunderte Einzeltitel bzw. individuelle Darbietungen von zahlreichen Sängerinnen und Sängern bzw. Singgruppen aus allen österreichischen Bundesländern. Aufgenommen wurden diese Darbietungen in den Jahren 1934-37 während 12 „Volksliedersingen“, die für die Radio-Verkehrs-AG von dem Wiener Volksliedforscher und -pfleger Dr. Georg Kotek organisiert und gem. mit dem Reporter Andreas Reischek durchgeführt wurden. (Diese Mitschnitte von Teilen der jeweiligen Veranstaltungen dienten überdies als Grundlage für zeitversetzte Rundfunk-Übertragungen.)

Damit stellt die Sammlung das Ergebnis des ersten Versuchs dar, die Vielfalt der aktuellen Singpraktiken und Interpretationen von traditionellen Liedern und Jodlern quasi landesweit unter gleichen Bedingungen mittels Tonaufnahmen live zu dokumentieren. (Vergleichbares zu diesem Konvolut lässt sich weder unter den wenigen Forschungsaufnahmen jener Zeit noch unter den unter Studiobedingungen entstandenen Plattenproduktionen der damaligen Unterhaltungsindustrie finden.)

Die „Kotek-Sammlung“ stellt heute eine der wichtigsten historischen Quellen für die Volksmusikforschung in Österreich dar: Denn sie vermittelt ein repräsentatives Bild des von zeitgenössischen Experten als authentisch erachteten Repertoires und – wohl noch wichtiger – der aktuellen Musizierpraxis in Österreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die unverändert erhaltenen Originalplatten, sowie deren analoge Kopien auf Magnetband werden im Phonogrammarchiv nach dem Stand der Technik aufbewahrt. Auf der Basis einer neuen Abtastung der Originale werden derzeit Digitalisate hergestellt.

-- online seit 24.10.2014 --



Deformiertes Celluloseacetat-BandDeformiertes Celluloseacetat-Band

Neues Verfahren zur Rettung von Tondokumenten entwickelt – Phonogrammarchiv der ÖAW erhält Patent

Patenterteilung: „Verfahren zur Rekonditionierung von Datenträgern“

In Kooperation mit dem OFI, Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik, wurde ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die durch Alterungsschäden hervorgerufene Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften von stark versprödeten und geschrumpften Acetatbändern (Magnettonbändern aus dem Ton- und Filmbereich) langfristig und vorteilhaft zu verbessern. Das Verfahren ermöglicht einerseits ein zerstörungsfreies Abspielen, andererseits werden chemische Alterungsprozesse (wie etwa das sogenannte Vinegar-Syndrom) in ihrem Fortschreiten gehemmt oder, je nach Schädigungsgrad, sogar gestoppt. Dabei wird das Material nicht nur kurzfristig aufgefrischt, sondern dauerhaft in seinen mechanischen Eigenschaften verjüngt.

Die Methode ist so ausgelegt, dass dem Material durch die Behandlung kein chemischer Schaden zugefügt und die weitere Lagerungsfähigkeit langanhaltend erhöht wird. Zusätzlich werden Chemikalien verwendet, die ohne besondere Gefahrenhinweise für Mensch und Umwelt verwendet werden können. 

Die Behandlungsmethode wurde als erstes Patent der Philosophisch-historischen Klasse der ÖAW unter dem Titel „Verfahren zur Rekonditionierung von Datenträgern“ am 23.12.2010 beim Österreichischen Patentamt eingereicht. Die Erteilung erfolgte gemäß Veröffentlichung des Hinweises im Europäischen Patentblatt 14/40 am 1. Oktober 2014. An der Anwendung für Filmmaterial wird gearbeitet.

-- online seit 1.10.2014 --



Kooperation mit dem Digital Archive Center for Music (DACM), Taipei

Kooperation mit dem Digital Archive Center for Music (DACM), Taipei

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Mangels an entsprechenden Wiedergabegeräten stellt die schwindende Kenntnis deren fachgerechter Bedienung und Wartung eine besonders akute Bedrohung analoger audiovisueller Sammlungen dar. Zur langfristigen Sicherung vornehmlich ethno-musikologischer Bestände baut daher die National Taiwan Normal University in Taipei, Taiwan, ein regionales Kompetenzzentrum nach dem Vorbild und mit Unterstützung des Phonogrammarchivs auf. Der Start zu diesem Projekt, das sich vorerst auf den Audiobereich beschränkt, erfolgte im Mai dieses Jahres mit einer Bestandsaufnahme vor Ort durch Dietrich Schüller als Grundlage für den weiteren Aufbau.

Als zweiter Schritt fand von  7.-18. Juli ein Workshop im Phonogrammarchiv statt, an dem der Leiter des DACM, Professor Chun-zen Huang und ein Team von vier Technikern bzw. Archivaren teilnahmen. Unter der Leitung von Nadja Wallaszkovits wurden die Standards des Technischen Komitees der IASA anhand der Bestände, der Einrichtungen und des konkreten Workflows des Archivs  sowohl hinsichtlich der Prinzipien wie der Anwendung erläutert und praktisch umgesetzt. Besonderes Gewicht lag auf der quellenkritischen Signalextraktion, der Kalibrierung und Wartung der Wiedergabegeräte, der Erfassung der übertragungsrelevanten Metadaten sowie auf der Diskussion unterschiedlicher Datenbankstrukturen.

Als nächster Schritt erfolgt ein Besuch des DACM in Taiwan durch Nadja Wallaszkovits im Herbst 2014 mit dem Ziel, die Überspieleinheiten und den Workflow zu konsolidieren. Die Ausweitung auf Video ist angedacht, ebenso wie die Einbeziehung des Musikkonservatoriums in Beijing in eine trilaterale Partnerschaft.

-- online seit 4.9.2014 --



Web-Ausstellung: HINeinSEHEN – HERausHÖREN

Web-Ausstellung

HINeinSEHEN – HERausHÖREN

Ton- und Videodokumente aus dem Phonogrammarchiv
 

„Saving Our Heritage for the Next Generation“ lautet das diesjährige Motto des UNESCO „World Day for Audiovisual Heritage“. Das Phonogrammarchiv nimmt den Welttag des audiovisuellen Erbes am 27.10. zum Anlass, um heuer erstmals im Rahmen einer Web-Ausstellung Einblicke in die Vielfalt und Einzigartigkeit seiner Bestände zu geben.

Link zur Web-Ausstellung

UPDATE:
Jetzt auch auf Englisch verfügbar!

-- aktualisiert am 15.5.2014 --



25 Jahre „Ewiges Archiv“ – Paradigmenwechsel im audiovisuellen Archivwesen

Audio Engineering Society ehrt Dietrich Schüller

Vor 25 Jahren, vom 4.–7. Mai 1989, fand in Wien aus Anlass des 90. Geburtstages des Phonogrammarchivs (27. April) die Second UNESCO Consultation of Users and Manufacturers of Technical Equipment for Audio, Film and Television Archives statt. Diese Internationale Gruppe von Archivaren, Technikern sowie Herstellern von Aufzeichnungsgeräten und Datenträgern war 1987 unter dem Schirm der UNESCO mit dem Ziel gegründet worden, die zu dieser Zeit sehr stürmisch verlaufende Entwicklung digitaler Audio- und Videoaufzeichnungsverfahren zu diskutieren und im Sinne archivarischer Bedürfnisse, insbesondere der langfristigen Verfügbarkeit der erzeugten Dokumente, zu beeinflussen. Physikalisch stabile Datenträger waren nicht in Sicht, und die immer kürzer werdende kommerzielle Lebenszeit von Formaten hätte die künftige Verfügbarkeit hochspezialisierter Abspielmaschinen unmöglich gemacht. Unter dieser Einsicht wurde bei dieser Sitzung erstmals die fortgesetzte („ewige“) digitale – und damit verlustlose – Migration der Inhalte diskutiert und vor allem das automatische Management dieses Prozesses gefordert.

Trotz zunächst erheblicher Bedenken konservativer Archivare, die die implizite Aufgabe der zentralen Bedeutung des Originalträgers als Verrat an archivarischen Prinzipien ansahen, hat sich dieses Prinzip sehr rasch durchgesetzt, wobei vor allem Europa mit den Archiven der öffentlichen Rundfunkanstalten die Führung übernahm. Das Phonogrammarchiv hat sich um die Standardisierung der Verfahren, insbesondere der optimalen Signalextraktion der Inhalte von den originalen Datenträgern als wissenschaftlich einwandfreie methodische Voraussetzung für deren Migration bemüht.

Aus diesem Anlass zeichnete die Audio Engineering Society (AES) Dietrich Schüller, den früheren Leiter des Archivs und engagierten Propagandisten dieses Paradigmenwechsels im audiovisuellen Archivwesen, im Rahmen ihrer 136. Convention in Berlin Ende April mit einem Fellowship Award aus. Schüller war auch eingeladen, die diesjährige Richard C. Heyser Memorial Lecture zu diesem Thema unter dem Titel Preserving our sound recordings — 25 years since everything changed zu halten.

-- online seit 7.5.2014 --



„Collectors, Archivists and Technology: Indian Scenario!“, Dr. Suresh Chandvankar, Society of Indian Record Collectors (SIRC), Mumbai

Rückblick auf den Vortrag

"Collectors, Archivists and Technology: Indian Scenario!"

von Dr. Suresh Chandvankar, Society of Indian Record Collectors (SIRC), Mumbai, India

Am 30. April 2014 hielt Dr. Suresh Chandvankar aus Mumbai den Vortrag „Collectors, Archivists and Technology: Indian Scenario!“. Nach einer kurzen Darstellung der Geschichte der Schallplatten-Industrie in Indien sprach Dr. Chandvankar über die Situation der Schallplatten- und Tonträgersammler einst und jetzt, über die Beziehungen zwischen privaten Schellack-Sammlern und Schallarchiven sowie den von ihm vor etwa 25 Jahren mitbegründeten Verein „Society of Indian Record Collectors“ (SIRC). Diesen Vortrag veranstaltete das Phonogrammarchiv gemeinsam mit dem Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien.

-- online seit 7.5.2014 --



Einladung zum Vortrag am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde

"Collectors, Archivists and Technology: Indian Scenario!"

von Dr. Suresh Chandvankar, Society of Indian Record Collectors (SIRC), Mumbai, India


Aussendung [PDF]

Termin: Mittwoch, 30.04.2014, 13:30 - 15:00 Uhr
Ort: Seminarraum 3 des Instituts für Südasien, Tibet- und Buddhismuskunde, Bereich Südasienkunde
Spitalgasse 2, Hof 2.1, 1090 Wien

Eine Veranstaltung des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
und des Instituts für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien.

-- online seit 25.04.2014 --



UVa Phonogrammarchiv Plakat

Rückblick auf den Vortrag

"The Phonogrammarchiv and the digital world: pioneering ideas and current challenges"

Der Einladung Prof. Enrique Cámara de Landa's (Universidad de Valladolid, Facultat de Filosofía y Letras-Historia y Ciencias de la Música) folgend hielt Gerda Lechleitner am 11. Oktober 2013 einen Vortrag über das Phonogrammarchiv und dessen Rolle als weltweit ältestes wissenschaftliches Schallarchiv im Zusammenhang mit den Herausforderungen der digitalen Welt.
Das positive Echo führte zur Idee, die Kooperation zu vertiefen und gemeinsame Aktivitäten zu beginnen, zumal am dortigen Institut daran gedacht wird, Feldforschungsaufnahmen zu archivieren und zu dokumentieren und dabei auf die Expertise des Phonogrammarchivs zu setzen.

-- online seit 25.10.2013 --



„Negotiating Ethnicity: Politics and Display of Cultural Identitites in Northeast India“, 4.-6. Juli 2013

Rückblick auf die Tagung

„Negotiating Ethnicity: Politics and Display of Cultural Identitites in Northeast India“
 

Vom 4.-6. Juli fand die vom Institut für Sozialanthropologie (ÖAW), dem Phonogrammarchiv, sowie dem Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien veranstaltete Tagung „Negotiating Ethnicity: Politics and Display of Cultural Identitites in Northeast India“ im Campus Altes AKH statt. Die überwiegend internationalen Gäste – hauptsächlich aus Indien – präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten aus einer Vielzahl von geisteswissenschaftlichen Disziplinen über den Nordosten Indiens. Die 44 Präsentationen, Fotoausstellung sowie zwei Filmvorführungen wurden von über 60 Teilnehmern besucht. Die Eröffnung gestalteten Seine Exzellenz R. Swaminathan, Botschafter Indiens in Österreich und Univ.-Doz. Dr. phil. Michael Alram, Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

-- online seit 21.8.2013 --



Einladung


zum Podiumsgespräch


aus Anlass des 70. Geburtstages

von

Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Rudolf M. Brandl



„Kontinuität und Wandel in der Feldforschung“



mit
Ingeborg Baldauf (Humboldt Universität Berlin)
Ursula Hemetek (Universität f. Musik u. darstellende Kunst Wien)
August Schmidhofer (Universität Wien)
Jürgen Schöpf (Phonogrammarchiv der ÖAW)
und dem Jubilar


Moderation: Helmut Kowar (Phonogrammarchiv der ÖAW)



Montag, 1. Juli 2013
16 Uhr c.t.


Wohllebengasse 12-14, Seminarraum (Erdgeschoß), 1040 Wien



Ihre Anmeldung erbitten wir an das Phonogrammarchiv der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Liebiggasse 5, Tel.: +43 1 4277-29601,
Fax: +43 1 4277-9296, email: pha@oeaw.ac.at

-- online seit 13.6.2013 --



Grenoble (2013, by Jürgen Schöpf)Grenoble (2013, by Jürgen Schöpf)

European Acoustic Heritage DVD erschienen

Herausgeber: Jürgen Schöpf
Grafik: Roman Haynes, Jürgen Schöpf
Mastering: Johannes Spitzbart
Erscheinungsdatum: 30.4.2013
© 2013, PhA-ÖAW, TAMK, ENSAG-CRESSON, escoitar

Das Phonogrammarchiv hat zum Abschluss des von der EU-Kommission geförderten Projektes „European Acoustic Heritage“ eine Doppel-DVD vorgelegt, herausgegeben von Jürgen Schöpf, gemastert von Johannes Spitzbart. Diese DVD steht kostenlos bzw. gegen eine Manipulationsgebühr bei allen Projekt-Partnern in Wien, Tampere, Grenoble und Santiago de Compostela zur Verfügung. Die erste DVD enthält ein statisches Abbild der Internetseite http://europeanacousticheritage.eu (deren Zukunft nur bis Ende 2014 gesichert ist). Darunter befinden sich kürzlich neu hinzugekommene pädagogische Anleitungen, wie man mit Gruppen von Kindern oder Erwachsenen mit Klängen und Geräuschen arbeiten kann. Die DVD enthält auch Raumklang-Aufnahmen („surround“), z.B. eine Fiaker-Mitfahrt durch Wiens ersten Bezirk. Die zweite DVD enthält Video-Interviews zum Thema Klang und klangliches Erbe aller beteiligten Partner mit englischen Untertiteln. Wir empfehlen diese DVD namentlich Lehrern der Musik, Geschichte, Geographie, Kunst, Soziologie, ... sichern Sie sich Ihr Exemplar!

-- online seit 10.6.2013 --



Lieder der burgenländischen Roma

Buchpräsentation

Dschila le Romendar andar o Burgenland
Lieder der burgenländischen Roma

Ardipe, khetankedipe taj komentar / Herausgeber, Zusammenstellung und Kommentar:
Christiane Fennesz-Juhasz & Emmerich Gärtner-Horvath

Uprutni Schica / Oberschützen, 2013
75 Seiten, ISBN 978-3-200-03109-8


Die Initiative „Burgenland singt!“ und das Burgenländische Volksliedwerk laden gemeinsam mit dem Verein Roma-Service und dem Phonogrammarchiv der ÖAW zur Präsentation des Liederbuches ein.

Es enthält 30 Lieder dieser burgenländischen Volksgruppe. Die traditionellen Lieder wurden bei Roma im Raum Oberwart und bei Lovara, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Nordburgenland lebten, im Rahmen von Feldforschungen aufgenommen. Darüber hinaus enthält der Band auch neuere Lieder, die heute gerne von den burgenländischen Roma gesungen werden.

Einladung [PDF]

Termin: Sonntag, 9.6.2013, 18 Uhr
Ort: Haus der Volkskultur
Hauptstraße 25
7432 Oberschützen

-- online seit 6.6.2013 --



Vol. 8: Musik um 1600CD bestellen

Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Mechanische Musikinstrumente“:

Vol. 8:
Musik um 1600
Die Automaten in der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums

Herausgeber, Konzept und wissenschaftliche Ausarbeitung: Helmut Kowar.
Redaktion: Gerda Lechleitner.
OEAW PHA CD 34, 2013.

Fünf Objekte der Kunstkammer sind mit Musikautomaten ausgestattet: der Trompeterautomat von 1582, das Schiff von 1585, der Bacchuswagen (entstanden in der Zeit von 1602-1606), der Walbaumschrank (um 1620/25) und der Minervawagen (um 1625-30). Sie zählen zu den frühesten klingenden Zeugnissen der europäischen Musikkultur. Aus konservatorischen Gründen war einer Instandsetzung des Trompeterautomaten, des Schiffes und des Bacchuswagen Grenzen gesetzt und die klingende Musik konnte nur mit einer Rekonstruktion wieder hergestellt werden. Die teilweise gut erhaltene Notation der Musik auf den Informationsträgern (Rädern und Scheiben) und die noch funktionstüchtigen Pfeifen und Trommelmembrane der Automaten ermöglichten die Realisation der Musik im ursprünglichen Klangbild. Die Orgelwerke des Minervawagen und des Walbaum-Schrankes konnten soweit in Stand gesetzt werden, dass sie ihre Musik wieder selbständig wiedergeben. Die Automaten spielen zu einer bewegten Szenerie ein thematisch passendes Musikprogramm und machen uns mit einzigartigen Beispielen einer teilweise improvisierenden Aufführungspraxis bekannt. Den Tonaufnahmen sind Bilder der Transkription aller Musikstücke beigefügt.

-- online seit 24.5.2013 --



Sefarad an der Donau

Buchpräsentation

Michael Studemund-Halévy, Christian Liebl & Ivana Vučina Simović (eds.)

Sefarad an der Donau
Lengua y literatura de los sefardíes en tierras de los Habsburgo


Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) lädt gemeinsam mit dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu einer Buchpräsentation mit anschließendem Vortrag ein.

Die Publikation Sefarad an der Donau würdigt die Bedeutung Wiens als herausragendes Zentrum sefardischer Kultur und wirft Licht auf die im Dunkeln liegenden Anfänge der Gemeinde der Stadt, die sich zu einer Hochburg des judenspanischen Buchdrucks und Pressewesens entwickeln sollte. Sie widmet sich aber auch der Erforschung und audiovisuellen Dokumentation anderer, einst blühender sefardischer kehillot auf dem Gebiet der ehemaligen Habsburgermonarchie und am Balkan. Die in diesem Band versammelten Beiträge (auf Englisch, Französisch und Spanisch), großteils die Früchte einer internationalen Konferenz 2011 an der ÖAW, stammen von WissenschaftlerInnen aus ganz Europa, Israel und den USA und spiegeln somit das weltweite Interesse an Sprache und Literatur der Sefarden wider.

Programm [PDF]
Flyer [PDF]

Termin: Donnerstag, 23.5.2013, 18:30
Ort: Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19, 1. Stock
1010 Wien

-- online seit 8.5.2013 --



ERLEBNIS PHONOGRAMMARCHIV

Besuch der 2. Klasse der Volksschule Börsegasse am 8. November 2012

volksschule.jpgBesuch der 2. Klasse der Volksschule Börsegasse am 8. November 2012

Auf Initiative einer engagierten Mutter fanden eine interessierte Lehrerin und die neugierigen Kinder ihrer Klasse am 8. November den Weg ins Phonogrammarchiv.

Was ist ein Schallarchiv, seit wann kann man Töne festhalten, wie waren die Aufnahmebedingungen – das waren Fragen, die gemeinsam mit den Kindern besprochen und am Beispiel der Aufnahme von Kaiser Franz Joseph und der eines Laut-gebenden („knurrenden“) Fisches verdeutlicht wurden.

Im Rahmen der technischen Führung unternahmen die Kinder einen kurzen Ausflug in die „Steinzeit“ der Tonaufnahme: Vom Edison-Zylinder über das Grammophon zum Wiener Archiv-Phonographen wurde demonstriert, wie die Schallrillen um 1900 ins Wachs gegraben wurden, wie man sie damals hörte und wie sie heute mit modernen Mitteln digitalisiert und restauriert werden können. Das vorgespielte Phonogramm beeindruckte die Kinder offenbar sehr, denn noch beim Hinausgehen wurde die Melodie nachgesungen.

An einer dritten Station konnten wir den Kindern zeigen, was Feldforschung ist: eine Gruppe lernte in Windeseile und beeindruckender Leichtigkeit ein Spiel-Lied aus Swasiland. Jeweils eine/r aus der Gruppe durfte dieses Spiel-Lied mit einer Videokamera filmen.

-- online seit 13.11.2012 --



Akustisches Erbe Madagaskars repatriiert


PhA_Madagascar.jpgMireille Rakotomalala und August Schmidhofer
(Antananarivo, 26. September 2012)

Zeitgerecht zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober darf das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bekannt geben, dass über 1000 Tondokumente aus Madagaskar in ihr Ursprungsland zurückgekehrt sind.

Die Aufnahmen entstanden zwischen 1961 und 1992 im Rahmen der Feldforschungen von Lotte Schomerus-Gernböck, Gerhard Kubik, August Schmidhofer und Michael Weber. Stellvertretend für diese Wissenschaftler und im Namen des Phonogrammarchivs überreichte August Schmidhofer (Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien, bis 1989 selbst Mitarbeiter des Archivs) Ende September am Institut de Civilisations (Université d’Antananarivo) der Ethnomusikologin und ehemaligen Kulturministerin Mireille Rakotomalala ein virtuelles Archiv auf Festplatte: Tondokumente von traditioneller Musik, Märchen und Erzählungen sowie die betreffende Begleitdokumentation.

Der feierliche Akt der Repatriierung dieses akustischen Erbes fand großes Echo in den lokalen Medien. Es ist zu erwarten, dass nun auch andere Archive diesem Beispiel folgen werden.

Das Phonogrammarchiv sieht sich seit seiner Gründung 1899 der Bewahrung des immateriellen Kulturgutes der Menschheit verpflichtet. Diese Aufgabe geht seit langem mit der Verantwortung einher, die von österreichischen Forscherinnen und Forschern im Feld angefertigten und über Jahrzehnte im Phonogrammarchiv bewahrten unikalen Aufnahmen den Ursprungsländern wieder zugänglich zu machen (siehe hierzu auch die im Verlag der ÖAW herausgegebenen Editionen).

Der UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes steht heuer unter dem Motto “Audiovisual heritage memory – the clock is ticking”. Dieses Thema verweist insbesondere auf die Dringlichkeit der digitalen Langzeitsicherung von AV-Erbe, das durch obsolete Formate bzw. proprietäre Abspielgeräte in seinem Bestehen gefährdet ist. Gerade durch seine Expertise auf diesem Gebiet genießt das Phonogrammarchiv seit langem international hohes Ansehen.

-- online seit 25.10.2012 --



Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie "European Acoustic Heritage"


Ausstellungsplakat "Discovering Soundscapes of Europe"

Am 19. und 20. September fand das vierte Projekttreffen im EU-Projekt "European Acoustic Heritage" statt, dieses Mal in Tampere, Finnland. Dr. Jürgen Schöpf war, als project manager für das Phonogrammarchiv, mit dabei. Begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm wurde die europäische Wanderausstellung "Discovering The Soundscapes of Europe" aus der Taufe gehoben.

Susanna Ihanus, Projektmanagerin für TAMK, Horacio Gonzalez Dieguez für das spanische Künstlerkollektiv escoitar, gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Tampere und den Anwesenden Vertretern der Projektpartner aus Frankreich und Österreich eröffneten in der Galeria Nottbeck die Wanderausstellung "Discovering Soundscapes of Europe" zu Ihrer Premiere. Die schon festliegenden nächsten Stationen der Ausstellung werden ab Anfang nächsten Jahres Grenoble, Brüssel und Santiago de Compostela sein.

Zum Rahmenprogramm gehörte eine Pressekonferenz, bei der die Studie "European Acoustic Heritage" mit mehreren Beiträgen des Phonogrammarchivs der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Studie ist auch in elektronischer Fassung auf der Projekt-Seite zugänglich (http://europeanacousticheritage.eu/2012/09/research-publication-european-acoustic-heritage/).

Bei der Pressekonferenz wurden auch die Gewinner des "Soundscape Composition Contest" bekannt gegeben. Dr. Jürgen Schöpf war Teil der Jury dieses Wettbewerbs, zu dem über 50 Kompositionen eingereicht worden waren. Die von der Vor-Jury ausgewählten Finalisten sind auf der Internetseite des Projektes anhörbar (http://europeanacousticheritage.eu/contest/).

Am 20. September setzte sich das Programm mit einer der Öffentlichkeit zugänglichen Konferenz fort, bei der Mitarbeiter des Projektes über Akustische Stadtplanung, unsere alltägliche Schall-Umgebung, Klangumgebung und Tourimus, Schallarchive und Klanglandschaften, sowie Sound-Art und Pädagogik referierten. Am Nachmittag wurden Studierende der Fachhochschule Tampere zu "workshops" eingeladen, die mit einer Podiumsdiskussion abgerundet wurden.

-- online seit 27.9.2012 --



Internationale Konferenz der UNESCO:

"The Memory of the World in the Digital Age: Digitization and Preservation"

26. bis 28. September 2012, Vancouver, British Columbia, Kanada.

Auf Einladung der Veranstalter dieser internationalen Konferenz über den dauerhaften Zugang zum digitalen Dokumentenerbe wird die Audio-Cheftechnikerin des Phonogrammarchivs, Mag. Nadja Wallaszkovits, einen Workshop mit dem Titel "Digitization of small sound collections: Problems and solutions" abhalten. Thema ist die Digitalisierung kleinerer Bestände an Tonaufnahmen, wobei der Schwerpunkt auf strukturellen, technischen und konzeptionellen Problemen der praktischen Implementierung und Realisierung liegen wird. Zu den behandelten Bereichen zählen u.a. die Bewertung der Sammlung und ihres Erhaltungszustands, die Einschätzung der nötigen bzw. verfügbaren Ausstattung, die Entwicklung eines Plans zur Bestandserhaltung, Vorschläge zu einer Prioritätenliste auf der Basis unterschiedlicher Dringlichkeiten für die jeweiligen Teile der Sammlung, die Festlegung der erforderlichen Ausstattung (Test, analog, digital) und der Entwurf eines Geschäftsplans für Investitionen, die Schulung der lokalen Mitarbeiter in Techniken und Methoden der digitalen Audioarchivierung, die Installation der Ausstattung, der Arbeitsbeginn sowie – in der Folge – die technische und konzeptionelle Unterstützung. Die Implementierung einer Open Source-basierten Datenbank und eines individuell adaptier- und erweiterbaren Serversystems wird ebenfalls besprochen.

-- online seit 24.9.2012 --



Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 3, erschienen!


Jahrbuch 3 des Phonogrammarchivs

Wenn Sie dieser Tage rot sehen, kann das auch an unserem soeben erschienenen Jahrbuch 3 liegen. Den drei von MitarbeiterInnen des Phonogrammmarchivs verfassten Beiträgen zur technischen Forschung und Entwicklung folgen zwei Aufsätze von mit uns kooperierenden WissenschaftlerInnen zum Thema „Kontextualisierung“ sowie ein Artikel zum Arbeitsschwerpunkt „Bedrohte Kulturen“. Zwei ausführliche Feldforschungs- und Konferenzberichte, eine Rezension und schließlich der Tätigkeitsbericht für 2011 gewähren darüber hinaus Einblicke in die audiovisuelle Forschung des vergangenen Jahres.

Erschienen bei: Cuvillier Verlag, Göttingen
http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS3wf0g=/Buchdetails.html

-- online seit 10.7.2012 --



Einladung zum Gastvortrag am Institut für Sozialanthropologie

“Religion Road”: a Series of Religious Sites in Changlang district, Arunachal Pradesh, India

von Dr. Jürgen Schöpf


In the frame work of the DoBeS-Project “The Traditional Songs And Poetry Of Upper Assam – A Multifaceted Linguistic and Ethnographic Documentation of the Tangsa, Tai and Singpho Communities in Margherita, Northeast India” Dr. Stephen Morey (RCLT) and myself have undertaken a survey in the Kharsang circle of villages of Changlang district, Arunachal Pradesh, during our field work season 2009/2010.
Prepared for the linguistic diversity, we were particularly struck by the religious diversity and how openly it has been displayed by religious sites of different denominations, among which we found Buddhist, Hindu, Baptist, Presbyterian, Catholic, and Rangfra.
Apparently, questions of identity among these communities are dynamically negotiated in the area of religion, however intertwined with language, tribal affiliation, politics, and maybe more categories. Recent field work of Meenaxi Barkataki-Ruscheweyh enriches our ethnographic data especially for two newly emerging religious practices.

Aussendung [PDF]

Termin: 10. Mai 2012, 16 Uhr (s.t.)
Ort: Zentrum Asienwissenschaften und Sozialanthropologie
Seminarraum 1
Apostelgasse 23, 1030 Wien

-- online seit 8.5.2012 --



Das Phonogrammarchiv und das ICLTT der ÖAW laden ein zum Workshop

„Beziehungen zwischen Sprachton und Musik“
 

Participants in the Workshop "Relationships of Speech Tone and Music" in discussion, July 6th, 2012

Die Realisierung des Sprachtones in Musik in Sprachen mit phonologischem Ton ist bis heute weder in der Ethnomusikologie noch der Linguistik ausreichend untersucht worden. Die Herkunft beider Disziplinen im westlichen Denken, das heißt in nicht-tonalen Sprachen, bewirkte, dass diese Fragestellung in beiden Disziplinen bis vor kurzem vernachlässigt wurde.

Der „Workshop Relationships of Speech Tone and Music“ nimmt sich dieser Thematik interdisziplinär an. Wir laden Forscher aus Linguistik und Ethnomusikologie ein, dieses Thema in bisher nicht da gewesener Tiefe auszuloten. Wir wollen verschiedene Forschungsansätze und -methoden zusammen bringen. Aber auch Ergebnisse bisheriger Forschungen wie Sprachton in Musik repräsentiert wird sollen vorgestellt werden.

Für weitere Informationen: Email @ Jürgen Schöpf

Termin: 5. – 7. Juli 2012
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften
Wohllebengasse 12-14, 1040 Wien

-- online seit 12.4.2012 --



Einladung zur Tagung

Study Group on Historical Sources of Traditional Music (ICTM)
19th Meeting in Vienna

Das erste offizielle Treffen der Study Group on Historical Sources of Traditional Music war vor 45 Jahren. Die 19. Konferenz findet nun erstmals in Wien statt und wird vom Phonogrammarchiv organisiert. Die beiden Themen dieser Tagung lauten: "Historische Quellen und zeitgenössische musikethnologische Feldforschung - Beziehungen, Dialog und gegenseitiger Nutzen" und "Multidisziplinäre Ansätze beim Studium historischer Quellen von traditioneller Musik" - zwei Themen, die mit den Arbeiten im Phonogrammarchiv eng verbunden sind.

Wir laden Sie herzlich zu dieser internationalen Tagung ein, das Programm finden Sie hier (aktualisiert). [PDF]

Termin: 6. – 10. März 2012
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Clubraum
Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien
bzw.
Herbert Hunger-Haus, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

-- online seit 16.2.2012 --



Wechsel in der Leitung des Phonogrammarchivs


 

Mit 31.12. 2011 hat Univ.-Prof.Dr.Dr.h.c. Rudolf M. Brandl seine Tätigkeit als Direktor des Phonogrammarchivs beendet. Die Leitung des Instituts wurde vom bisherigen Stellvertreter Univ.-Doz.Dr.Helmut Kowar übernommen.

-- online seit 27.1.2012 --



Einladung zum Vortrag von Rudolf M. Brandl im Vorfeld der Kunqu-Opernaufführung

Die Ästhetik der chinesischen Kunqu-Oper und die europäische Barockoper – ein Vergleich

mit einem Kommentar von Gernot Gruber und einer Vorführung von Mitwirkenden des Ensembles Beifang Kunqu Juyuan, Beijing.
Solistin: Wei Churong
Termin: 23.11.2011, 17 Uhr
Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien


Eine Veranstaltung des Phonogrammarchivs - Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.


-- online seit 4.11.2011 --



Einladung zum

Gastspiel der Nördlichen Kunqu-Operntruppe (Beijing)


Gastspiel der Nördlichen Kunqu-Truppe (Beijing)

Auf dem Programm stehen zwei der schönsten chinesischen Kunqu-Opern:
am 23.11 Lankeshan („Brennholz schlagen im Schnee“, mit großer Wahnsinnsszene) und
am 24.11. Dou E Yuan (Justizirrtum an Dou E“, mit Geistererscheinung) von Guan Hanqing, dem berühmtesten Dramatiker des 13.Jhdts, die jeweils komplett aufgeführt werden.

Das Kunqu in China wurde 2001 in die
Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit"
der UNESCO aufgenommen.

Zeit: 23. und 24. November 2011, Beginn 19 Uhr s.t.
Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
  Unkostenbeitrag pro Aufführung (incl. Programm mit Einführung):
Studenten:
€ 20,-
€ 15,-
  Textbuch der beiden Libretti in deutscher Übersetzung
mit zahlreichen Photos von Aufführungen in Beijing 2010:

€ 28,-
  Kartenreservierungen per e-mail: pha@oeaw.ac.at

-- online seit 13.10.2011 --



Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 2, erschienen


Jahrbuch 2 des Phonogrammarchivs

Es ist so weit – auf über 300 Seiten setzen sich sowohl MitarbeiterInnen als auch dem Phonogrammarchiv nahe stehende FeldforscherInnen mit den drei Arbeitsschwerpunkten des Archivs auseinander: der Erforschung und audiovisuellen Dokumentation bedrohter Sprachen und Kulturen, der kontextualisierenden Forschung sowie der technischen Forschung und Entwicklung. Den neun Beiträgen (zu den Themen „Kultur- und Sprachwissenschaft in Himachal Pradesh“, „Aufnahmetechnik und Analyse“ und „Kulturwissenschaften und Geschichte“) und fünf Feldforschungs- bzw. Projektberichten, die allesamt den fächerübergreifenden Ansatz des Phonogrammarchivs illustrieren, folgen zwei Rezensionen und schließlich ein Tätigkeitsbericht für 2010.

Erschienen bei: Cuvillier Verlag, Göttingen
http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS77ckc=/Buchdetails.html

-- online seit 5.7.2011 --



Einladung zur Konferenz

Sefarad an der Donau

Sefardic Jews in Another Environment: The Role of Vienna in the Cultural-Linguistic Sefardic Network


Der Geschichte der einst blühenden Wiener sefardischen Gemeinde war bereits vor kurzem eine – mittlerweile auch in Hohenems gezeigte – viel beachtete Ausstellung des Jüdischen Museums Wien gewidmet („Die Türken in Wien“). Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) lädt nun gemeinsam mit dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur internationalen Konferenz „Sefarad an der Donau“, in deren Rahmen renommierte Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen die Bedeutung Wiens als herausragendes Zentrum sefardischer Kultur würdigen. Die Akademie der Wissenschaften ist als Veranstaltungsort für eine derartige Tagung geradezu prädestiniert, hat sie sich doch schon in der Vergangenheit um die Erforschung des Judenspanischen durch die Unterstützung der Romanisten Julius Subak, Max Leopold Wagner und Max A. Luria verdient gemacht.

Programm [PDF]

Für die Eröffnung am Sonntag, 26.6., wird um Anmeldung bis zum 20.6. gebeten: christian.liebl@oeaw.ac.at

Termin: 26.6.2011 – 29.6.2011
Ort: Sitzungssaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
bzw.
Phonogrammarchiv d. ÖAW, Liebiggasse 5, 1010 Wien

-- online seit 15.6.2011 --



Einladung zu einem Gastvortrag

Wir laden am 18. Mai d.J., 18 Uhr, herzlich zu folgender Veranstaltung in das Phonogrammarchiv der ÖAW ein und freuen uns auf Ihr Kommen!
Details finden Sie hier. [PDF]

Zeit: Mittwoch, 18.05.2011, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, Tür 12
1010 Wien


Kurzvorstellung des Forschungsprojekts:

Das Phonogrammarchiv in Wien – Spiegel österreichischer Afrikaforschung

Kontextualisierung von Tondokumenten in afrikanischen Sprachen
Dr. Clemens Gütl, Phonogrammarchiv der ÖAW


Gastvortrag:

Allegorische Erzählungen und indirekte Kritik in Hans Lichteneckers Tonsammlung
„Oh meine Schwester, mein Rücken brennt sehr, und ich bin machtlos!“

Dr. Anette Hoffmann, University of Fort Hare, Südafrika



 

 

-- online seit 28.4.2011 --



Neuerscheinung des Buches zur gleichnamigen wissenschaftlichen Tagung

Das „Heilige Land Tirol“ und der Rest der Welt: Beiträge zu Fragen von Identität und Kulturtransfer


Muisc&Arts: Monteverdis Orfeo

Zweihundert Jahre nach dem Tod des Tiroler „Volkshelden“ Andreas Hofer fanden im Jahr 2009, wie regelmäßig zuvor, in ganz Tirol zahlreiche und von ihrer Intention und Umsetzung her verschiedene (Gedenk-)Veranstaltungen statt. Auch viele Vereine und Privatpersonen in der Gemeinde Dölsach (Osttirol) beteiligten sich an der Vorbereitung, Organisation und Realisierung von Projekten, wie bspw. einer mehrtägigen Lesung aus dem Alten Testament, der „Installation Leichenfeld“, der Errichtung des „Tiroler Feueradlers“ in den Lienzer Dolomiten oder der öffentlichen Vorführung von Videoportraits betagter Menschen aus dem Dorf, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen für die Zukunft festhalten ließen.

Erinnerungsjahre, wie das Jahr 2009, dienen nicht selten der Reproduktion von (scheinbar) Gewußtem, von Mythen, die sich um Personen wie Andreas Hofer oder die besagte Tapferkeit seiner „Mandr“ und das so genannte heilige Tiroler Volk rank(t)en. Sie ermöglichen die Besinnung auf „traditionelle“ Werte (von wem und wie immer diese auch definiert werden) und tragen (in unterschiedlichem Ausmaß und zu unterschiedlichen Zeiten) zur Erneuerung bzw. zur Stärkung des Wir-Gefühls bei, das mitunter im sprichwörtlichen „Pisch a Tiroulr, pisch a Mentsch!“ überdeutlich zum Ausdruck kommt.

Der kritischen Auseinandersetzung mit Fragen zu Tiroler Identität und Kulturtransfer (im und aus dem „Heiligen Land Tirol“) war eine wissenschaftliche Tagung in Dölsach gewidmet. Die am 21. Juni 2009 gehaltenen Vorträge liegen nun in diesem Sammelband vor.

Autoren:
Mag. Dr. Vincenzo Bua ( Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Innsbruck)
Mag. Dr. Clemens Gütl ( Institut für Afrikawissenschaften, Universität Wien)
Hon.-Prof. i. R. Dr. Wilfried Schabus ( Phonogrammarchiv, Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Ao. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Stöger ( Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Innsbruck)
Univ. Prof. i. R. Mag. Dr. Josef Thonhauser ( Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg)

Bestellungen über amazon.de oder direkt beim Cuvillier Verlag, Göttingen www.cuvillier.de

-- online seit 23.11.2010 --



Sprachbarrieren:Barrierefrei

2. Jahrestagung des Zentrums Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation (SBT)

Zeit: Donnerstag, 02.12.2010, 9 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum (Erdgeschoß)
Wohllebengasse 12–14, 1040 Wien

Die 2. Jahrestagung des Zentrums Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation (SBT) findet am 2.12.2010 ab 9 Uhr c.t. in der Wohllebengasse 12–14 statt. Die Vortragenden werden sich in ihren Beiträgen aus verschiedenen Perspektiven mit dem facettenreichen Thema „Sprachbarrieren:Barrierenfrei“ auseinandersetzen.

Programm [PDF]

-- online seit 17.11.2010 --



CD-Neuerscheinungen bei „Music & Arts“: Historische Konzerte der Wr. Symphoniker

Eine erste Auswahl der im Phonogrammarchiv digitalisierten historischen Bestände der Wiener Symphoniker ist bei Music&Arts erschienen.

Muisc&Arts: Monteverdis Orfeo

Orfeo von Claudio Monteverdi: Paul Hindemith dirigiert Mitglieder der Wiener Symphoniker, unter ihnen auch Nikolaus Harnoncourt sowie weitere Mitwirkende aus denen sich in den 50er Jahren der Concentus Musicus Wien formierte.

Johannes-Passion: Wiener Symphoniker, Wiener Singakademie, Uta Graf, Marga Hoeffgen, Julius Patzak, Gerard Souzay, Walter Berry unter der Leitung von Fritz Lehmann.

http://musicandarts.com/0610_New_Class.html

Die historischen Tonbänder - Konzertmitschnitte der Wiener Symphoniker mit bedeutenden Solisten und unter namhaften Dirigenten, 1952-56 von der Sendergruppe Radio Rot-Weiß-Rot aufgezeichnet - wurden seinerzeit von Oskar Deleglise vor der Vernichtung bewahrt. Im Auftrag des Orchesters wurden diese 2004-2009 im Phonogrammarchiv sorgfältig spielbar gemacht und digitalisiert. Die digitalisierten Aufnahmen sowie die Originalbänder sind zur Langzeitsicherung bei der Österreichischen Mediathek untergebracht.

Muisc&Arts: J. S. Bach, Johannes Passion

MUSIC AND ARTS PROGRAMS OF AMERICA, INC., ein kleines non-profit label mit Sitz in Californien, hat sich u.a. auf die Herausgabe historischer Raritäten spezialisiert. In Koproduktion mit den Wiener Symphonikern eröffnet die Plattenfirma mit diesen Tondokumenten eine Serie einmaliger Belege des Nachkriegsmusiklebens. Aufnahmen des noch jungen Friedrich Gulda sowie Dirigate von Ataúlfo Argenta sind ebenfalls vor Kurzem erschienen..

-- online seit 3.8.2010 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

A Hakhun Tangsa Festival in Assam, India:
a stage for presenting a new multi-faceted identity

Meenaxi Barkataki-Ruscheweyh

Zeit: Dienstag, 29.06.2010, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

The Tangsas are a small ethnic group, related to the Nagas, living in north-east India. In recent years, rapid changes have occurred to their lifestyles as a result of migration down from the hills and conversion to Christianity. The newly converted Christian Tangsas had initially believed that religion could suffice as culture, but many have realised now that it cannot help them secure their (ethnic) identity. The past two decades have seen efforts to recover or reinvent their own traditions, and to re-package their ‘imagined’ traditional culture as a component of their new modern Christian image.
Annual village festivals are very good sites to witness these processes at first hand. I wish to take a closer look at one village festival organized by the Hakhun Tangsas which I attended last year in order to substantiate my claim that the Hakhuns use their ethnicity to bolster their social and political position, and that their principal aim is not so much to preserve and present their traditional culture as it is to project a new multi-faceted identity which draws from both their traditional ethnic past and their modern Christian present.

Meenaxi Barkataki-Ruscheweyh is a PhD student in Anthropology at the University of Göttingen, Germany, and associated with the DoBeS-project “Tai, Tangsa, Singpho” (together with J. Schöpf and others).

-- online seit 25.6.2010 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

50 Jahre „im Feld“

Mozes F. Heinschink im Gespräch

Zeit: Mittwoch, 16.06.2010, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

Prof. Mozes F. Heinschink: seit 1960 rege Feldforschungstätigkeit bei Roma und Sinti (insbesondere in Mittel- und Südosteuropa), zahlreiche Publikationen zu deren Sprache und Kultur, einschlägige Lehraufträge an österreichischen Universitäten, Gründungs- und Vorstandsmitglied eines Wiener Roma-Vereins, Romani-Übersetzer und politischer Beobachter für internationale Vereinigungen und NGOs. Die umfangreiche „Sammlung Heinschink“ ist im Phonogrammarchiv archiviert.

Moderation: Christiane Fennesz-Juhasz

-- online seit 1.6.2010 --



Das Phonogrammarchiv beteiligt sich an der virtuellen Ausstellung „A Roma Journey


Web-Ausstellung "A Roma Journey" der Europäischen BibliothekZum Besuchen der Ausstellung klicken Sie hier...

In der neuen Web-Ausstellung der Europäischen Bibliothek hat das Phonogrammarchiv eine Auswahl seiner umfangreichen Bestände zur Kultur der Roma online verfügbar gemacht. Das Archiv präsentiert hier sein ältestes Tondokument der Roma-Sprache (aufgenommen 1901 in Kroatien, publiziert auf OEAW PHA CD 7) ebenso wie seine früheste Tonaufnahme eines Roma-Musikers (Bosnien, 1912). Die Auswahl bietet zudem zahlreiche – bislang unveröffentlichte – Zeugnisse der Erzählkultur, Musik und Oral History von Roma aus verschiedenen europäischen Regionen, darüber hinaus sind der Sänger Šaban Bajramović sowie bekannte SchriftstellerInnen wie Mateo Maximoff, Elena Lacková, Ceija Stojka und Leksa Manuš im O-Ton zu hören.

Weitere Informationen sind im Newsletter der Europäischen Bibliothek zu finden.

Romanes

Link zur Pressemitteilung (PDF)



-- online seit 30.4.2010 --



Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 1, erschienen


Jahrbuch 1 des Phonogrammarchivs

Rechtzeitig zum 111. Geburtstag des Phonogrammarchivs ist das Jahrbuch des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Band 1, erschienen. Es enthält die Referate des internationalen Symposiums zum Thema „Reflexionen über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven“, das anlässlich des 110-jährigen Bestehens am 27.4. 2009 in der Akademie stattfand, sowie einen gerafften Jahresbericht der Institution.

Erschienen bei: Cuvillier Verlag, Göttingen
http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS72c0w=/Buchdetails.html

-- online seit 28.4.2010 --



Die klassische chinesische Kunqu-Oper erstmals in Österreich!


Die klassische chinesische Kunqu-Oper erstmals ins Österreich

Kunqu ist der klassische chinesische Opernstil, der in seiner Bedeutung für die musikali-sche Weltkultur (es ist die älteste lebendige Opernform) allen anderen Operntraditionen an künstlerischem Wert gleichzusetzen ist. Dies manifestiert sich in der Aufnahme in die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ der UNESCO.

Zeit: 13. und 14. Januar 2010, Beginn 19 Uhr s.t.
Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
  Unkostenbeitrag (incl. Programm mit Einführung):
Studenten:
€ 15,-
€ 10,-
  Kartenreservierung per e-mail: pha@oeaw.ac.at

Das Kunqu entstand im 13.Jh. aus dem Yuan-Zaju in Nordchina und dem Song-Nanxi (Südliches Theater) in Suzhou, Hangzhou und Wenzhou. Es wurde im 16.Jh. in der Ming-Dynastie kanonisiert: die damaligen Regeln gelten bis heute. Das Kunqu war bis ins 19.Jh. die hochliterarische Oper der Literati, Beamten und Gentry mit eleganten, ästhetisch subtilen „vom Wasser polierten“ Melodien und verfeinerter Darstellungskunst. 1790 verschmolz es mit Lokalopernstilen zur populären Peking-Oper, existierte aber parallel weiter. 1966-1976 war zwar das Kunqu verboten, doch bildeten 16 überlebende alte Meister nach 1980 eine neue Generation von Opernsängern aus, sodaß heute in 7 Städten (Beijing, Nanjing, Shanghai, Hangzhou, Suzhou, Wenzhou, Chenzhou) wieder Kunqu-Truppen auftreten, von denen die aus Suzhou (SO-China) eine der besten ist und jetzt nach Wien eingeladen werden konnte:

Unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission finden am 13. & 14. 1. 2010 um 19 Uhr zwei Aufführungen mit unterschiedlichem Programm im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und eine Ausstellung einiger wertvoller Kostüme statt.

In Zusammenarbeit mit Prof. Qu Liuyi (Beijing) macht die Kunqu-Forschungsgruppe (2004-2008 an der Universität Göttingen, seit 2009 im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) unter Leitung des Musikethnologen Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Brandl Feldforschungen bei allen Kunqu-Operntruppen (Beijing, Nanjing, Shanghai, Suzhou, Hangzhou, Wenzhou/Yongjia, Chenzhou), um Aufführungsstil und Tradition zu dokumentieren und ein für das 20./21.Jh. repräsentatives Repertoire auf Video live aufzuzeichnen, das im Phonogrammarchiv der ÖAW archiviert und als DVDs publiziert wird.
Diese Sammlung ist die 1. wissenschaftliche Live-Video-Dokumentation des Kunqu.

-- aktualisiert am 28.12.2009 --



„Albanien Projekt“ abgeschlossen

Mit zwei Workshops und einer Pressekonferenz in Tirana, bei der u.a. der albanische Minister für Bildung und Wissenschaft, Prof. Dr. Myqerem Tafaj, sowie der österreichische Botschafter, Mag. Florian Raunig, das Wort ergriffen, wurde das Projekt Digitalisierung des Schallarchivs des Instituts für Kulturanthropologie des Zentrums für Albanologische Studien abgeschlossen.

In dem vierjährigen Projekt wurden die Bestände des Instituts, ursprünglich als Institut für Volkskultur der Albanischen Akademie der Wissenschaften gegründet worden war, von den Originalbändern wiedergegeben, digitalisiert und in ein digitales Archivsystem eingespielt. Im Wesentlichen spiegelt die Sammlung die systematisch dokumentierte traditionelle Musikkultur Albaniens der letzten 50 Jahre wider.

Das Projekt wurde von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit durch die Austrian Development Agency mit einem Betrag von 180.000,- Euro unterstützt.

Mehr...

-- online seit 23.12.2009 --



Einladung zum Symposium

400 Jahre Kroaten in Wien

von 20. - 22. November 2009 im Kroatischen Zentrum.
Im Rahmen dieses Symposiums findet im Kroatischen Zentrum ab 20:30 eine CD-Präsentation statt:

Croatian Recordings 1901-1936

Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950
Series 11/1

Zeit: Freitag, 20.11.2009, 20:30 Uhr
Ort: Kroatisches Zentrum
Schwindgasse 14, 1040 Wien

Gerda Lechleitner (Wien), Grozdana Marošević und Naila Ceribašić (Zagreb) stellen die CD-Publikation vor, unterstützt durch das Vokalensemble "Basbaritenori", das Kroatische Liedbeispiele vorführen wird.

Wir freuen uns auf ihr Kommen.

-- online seit 19.11.2009 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

Performing Possession/Capturing Performance

Reflexionen über den Einsatz videographischer Methoden bei Besessenheitsriten in der Dominikanischen Republik

präsentiert von Yvonne Schaffler

Zeit: Mittwoch, 2.12.2009, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

Thema der im Rahmen des Beitrags gezeigten Video-Ausschnitte sind Besessenheitsrituale, die der Stärkung der spirituellen Kraft, der Beratung und Behandlung von KlientInnen oder als Danksagung für durch die Geister erlangte Erfolge dienen. Besagte Rituale finden entweder in Zweierkonstellationen oder in der Gruppe statt. Der theoretische Fokus des Beitrags liegt auf der Betrachtung der Interaktion zwischen servidor/a und KlientIn unter dem Blickwinkel der Performance. Im Rahmen einer solchen Performance wird von dem servidor bzw. der servidora eine kulturell eingewurzelte Symbolik verkörpert, die Autorität verleiht und somit zur Heilung befähigt. Diskutiert werden sowohl die Umstände des Zustandekommens der Videoaufzeichnungen als auch methodische Ansätze hinsichtlich einer Analyse im Sinn einer qualitativen Videointerpretation.

Yvonne Schaffler: Studium der Kultur- und Sozialanthropologie, Mitarbeit an der Unit Ethnomedizin und International Health (u.a. im Rahmen der Aufarbeitung ethnomedizinischen Filmmaterials), Lehrtätigkeit an der Medizinischen Universität Wien sowie bis dato 14 Monate Feldaufenthalt in der Dominikanischen Republik. Ihre soeben beim LIT-Verlag erschienene Dissertation trägt den Titel „Vodú? Das ist Sache der anderen! Kreolische Medizin, Spiritualität und Identität im Südwesten der Dominikanischen Republik“.

Gemeinsame Veranstaltung: Phonogrammarchiv der ÖAW und Verein EMLAAK (Ethnomedizinischer Lateinamerika-Arbeitskreis)

-- online seit 18.11.2009 --



Hast Du Töne? Das Phonogrammarchiv nimmt heuer an der Langen Nacht der Forschung teil!


Lange Nacht der Forschung 2009

Wo?

Wollzeile 27a, Erdgeschoss links

Wann?

am 7.11.2009 von 16:27 bis Mitternacht

Dabei können Sie etwas über technische Ton- und Videoaufzeichnung und den kulturwissenschaftlichen Umgang mit audiovisuellen Dokumenten in den letzten 110 Jahren erfahren - und einige Schmankerln haben wir auch auf dem Menü:

  • Wir gießen Schallplatten aus Schokolade, live!
  • Außerdem gibt es eine hörBar mit Beispielen aus 110 Jahren Tondokumentation
  • „Von Armenisch bis Zande – Sprachenvielfalt im Phonogrammarchiv“
    Wie klingt Burushaski? Wo spricht man Tok Pisin? Hören Sie auf unserer „klingenden Weltkarte“ 99 Beispiele von mehr oder weniger exotischen Sprachen dieser Erde.
  • „HINeinSEHEN – HERausHÖREN“
    Ob Grönland, Papua-Neuguinea oder Himalaja – das Phonogrammarchiv beherbergt kulturwissenschaftlich wertvolle Ton- und Videoaufnahmen aus vielen Gegenden der Welt.
    Erleben Sie auf einer DVD Kostproben aus unseren audiovisuellen Beständen – oder: Schau’n und hör’n Sie sich das an!
  • Vortrag (20:30-21:00 Uhr): Ein Vergleich zwischen europäischer Oper und chinesischer Kunqu-Oper in der Darstellung von Wahnsinn
  • Zum Mitmachen: Pfeifen-Orchester-Musik aus Litauen und Botswana
    (jeweils um 17:30, 19:30 und 21:30 Uhr, Dauer ca. 30min)

-- online seit 22.10.2009 --



Symposium anlässlich des 70. Geburtstages von Dietrich Schüller am UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Digitale Verfügbarkeit von AV-Archiven im Internet-Zeitalter


Die Tagung wird veranstaltet von den Medienarchiven Austria (m|a|a) und dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Zeit: Dienstag, 27.10.2009, 9:30 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften
Herbert Hunger-Haus, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Programm [PDF]

-- online seit 5.10.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Mechanische Musikinstrumente“:

Vol. 7:
Joseph Haydn -
Sämtliche Flötenuhren

Vol. 7: Joseph Haydn - Sämtliche FlötenuhrenCD bestellen

Herausgeber, Konzept und wissenschaftliche Ausarbeitung: Helmut Kowar.
Redaktion: Gerda Lechleitner.
OEAW PHA CD 29, 2009 .

Joseph Haydn hat spezielle Musik für Flötenwerke komponiert, und das offensichtlich in enger Zusammenarbeit mit seinem Kollegen am Esterhazyschen Hof, dem Hofkaplan und Bibliothekar P. Primitivus Niemecz, der sich mit der Herstellung automatischer Orgelwerke einen Namen machte. Von ihm sind zwei signierte Instrumente aus den Jahren 1792 und 1793 erhalten, zwei weitere nicht signierte können ihm mit großer Sicherheit zugewiesen werden. Dazu kommt noch eine Flötenuhr von Johann Joseph Wiest, die bis 1804 in der Deymschen Kunstgalerie in Wien ausgestellt war und so Haydns Kompositionen damals auch in einem öffentlichen Rahmen präsentierte – während die Niemecz-Uhren den privaten Bereich zu Haydns Zeit ja nie verlassen haben. Auf diesen fünf Flötenuhren sind 38 Musikstücke zu hören, 18 sind originale Kompositionen bzw. Einrichtungen Haydns, die anderen hat wahrscheinlich Niemecz, der auch Musiker war und von Haydn Unterricht erhielt, arrangiert bzw. komponiert. Da viele Stücke in Varianten auf zwei oder drei Uhren erscheinen, enthält diese Gesamtausgabe 65 Titel. Die fünf Flötenuhren finden sich heute nach wechselvollem Schicksal verstreut in privatem und öffentlichem Besitz in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Ihr musikalisches Repertoire kann hier erstmals gemeinsam und vollständig vorgestellt werden.

Eine Hörbeispiel dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 14.8.2009 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

The Preservation and Study of the Jewish Musical Tradition in Belarus

the Slepovitch / Stepanskaya collection

presented by Dmitri Slepovitch

Zeit: Mittwoch, 2.9.2009, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

In 2001–2007, Nina Stepanskaya and Dmitri Slepovitch carried out extensive research on the Jewish musical culture of Belarus. That research included interviews with dozens of elderly people identified as Litvaks, the Belarussian-Lithuanian Jews. The two scholars thus recorded interviews that include numerous facts about the Jewish musical tradition in the region in the 20th century and musical material consisting primarily of Jewish traditional songs, synagogue prayers, paraliturgical chants (niggunim), and, to a lesser extent, instrumental pieces. It is noteworthy that the majority of audio recordings are complemented by video footage, which adds significant value and broadens the spectrum of the prospective audiences that may be interested in working with the collection. The collection has not been submitted for publication yet and Slepovitch’s interest is to place it into the spotlight of modern ethnomusicological and Jewish music studies. The presentation will be illustrated by a 45-minute video documentation.

Dr. Dmitri Slepovitch is an ethnomusicologist, clarinetist, pianist, composer, conductor, and Yiddish singer, a founding member of the Minsker Kapelye (Minsk) and Tamevate Kapelye (New York) ensembles. In his professional activities he combines performance, teaching, and research of Ashkenazi Jewish music and other Eastern and Central European musical traditions.

-- online seit 13.8.2009 --



Tagung und musikalisches Fest

anlässlich des 70. Geburtstages von Mozes F. Heinschink

Der 70. Geburtstag des Sprachwissenschafters und Roma-Forschers Mozes F. Heinschink ist Anlass für eine international besetzte Tagung mit anschließendem musikalischen Fest, die am 22. August 2009 in Franz Schuberts Geburtshaus vom Phonogrammarchiv gemeinsam mit Romano Centro, Gipsy Music Association und dem [spi:k] Projekt am treffpunkt sprachen der Universität Graz veranstaltet wird.

Im Rahmen der Tagung wird die gesellschaftliche Relevanz der Roma bezogenen Forschung diskutiert, wobei kulturwissenschaftliche Fragestellungen im Kontext aktueller politischer und sozialer Gegebenheiten behandelt werden.

Die anschließende Abendveranstaltung wird von bekannten Musiker(inne)n und Autor(inn)en aus den Reihen der österreichischen Roma gestaltet.

Programm [PDF]

-- online seit 11.8.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 12:
Judeo-Spanish from the Balkans
The Recordings by Julius Subak (1908) and Max A. Luria (1927)

Series 12: Judeo-Spanish from the BalkansCD bestellen

Herausgeber: Christian Liebl. Assistenz: Gerda Lechleitner.
Mit Beiträgen von Paloma Díaz-Mas, Christian Liebl, Aldina Quintana Rodríguez und Edwin Seroussi (in collaboration with Rivka Havassy).
OEAW PHA CD 28, 2009 .

Die Sammlung Subak umfasst 15 Phonogramme, die heute als die ältesten wissenschaftlichen Aufnahmen dieser auch Ladino genannten Sprache gelten. Sie enthalten zumeist Gedichte und romances (die oral tradierten Balladen des spanischen Mittelalters), aber auch Gesänge und einen flammenden Appell zur Bewahrung der judenspanischen Sprache.

Luria führte im Rahmen seiner Dissertation linguistische Feldforschung im mazedonischen Monastir (dem heutigen Bitola) durch und fertigte 26 Aufnahmen an, die in Sprichwörtern und Dialogen, vor allem aber in zahlreichen konsežas (Volkserzählungen) diesen besonders konservativen Dialekt des Judenspanischen wieder zum Leben erwecken.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 13.7.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 11/1:
Croatian Recordings 1901-1936

Series 11/1: Croatian Recordings 1901-1936CD bestellen

Herausgeber: Dietrich Schüller. Bearbeiterin: Gerda Lechleitner. Assistenz: Christian Liebl und Jakša Primorac.
Mit Beiträgen von Walter Breu, Naila Ceribašić, Radoslav Katičić, Franz Lechleitner, Gerda Lechleitner, Mijo Lončarić, Grozdana Marošević, Dario Marušić, Gerhard Neweklowsky und Jakša Primorac.
OEAW PHA CD 27, 2009.

Die Serie 11 Croatian Recordings ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Institut za etnologiju i folkloristiku in Zagreb und dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Die Serie 11/1 beinhaltet Aufnahmen, die auf dem heutigen Staatsgebiet Kroatiens entstanden sind, aber auch kroatische Aufnahmen, die außerhalb Kroatiens, in der „Diaspora“, aufgenommen wurden.
1901 machte Milan Rešetar anlässlich seiner Untersuchungen von Dialektgrenzen im Norden Kroatiens Tonaufnahmen, 1907 erforschte er die Kultur und Sprache der in Molise (Süditalien) lebenden Kroaten und nahm Lieder und Erzählungen auf. Einzelne Aufnahmen entstanden in Istrien und beinhalten Istro-Rumänisch (1905) und italienische Dialekte (1908). Eine größere Sammlung ist die von František Pospíšil mit Liedern und Geschichten von in Südmähren lebenden Kroaten (1910). Mathias Murko phonographierte 1913 epische Gesänge; kroatische Soldatenlieder entstanden im Rahmen des Projekts „Soldatenlieder der k. u. k. Armee“. Im Archiv wurden 1912 Josef Florschütz und 1936 ein Männerquartett aus Parndorf aufgenommen – letztere sind die frühesten Dokumente von Burgenlandkroaten. Breiten Raum nimmt die außergewöhnliche Sammlung („südslawische“ Volksmusik 1913-1920) von Josip Široki ein, da er Forscher, Interpret und Techniker in einer Person war, ein Unikum unter den Beständen des Phonogrammarchivs.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 13.7.2009 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

Traditionelle Medizin, Alchemie und Rituelles Heilen in Burma

Religiöser Synkretismus und seine Einbettung im gegenwärtigen militärischen Regime

Vortrag von Veronica Futterknecht

Zeit: Dienstag, 9.6.2009, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

Vor dem Hintergrund der militärischen Regierung und der damit verbundenen permanenten Überwachung und alltäglichen Einschränkung für die Menschen sollen Aspekte der gelebten Religiosität und Spiritualität Burmas, sowie die Vorstellungen und Wahrnehmungsweisen betreffend Leben, Sterben, Krankheit und Heilung erörtert werden. Im Speziellen wird auf die immer noch sehr lebendige traditionelle Medizin eingegangen, im Zuge derer Schamanismus, Geistheilung und Alchemie besondere Schwerpunkte bilden. Die Verbindungen und Korrelationen zwischen Theravada-Buddhismus, dem „animistisch“ geprägten, lokalen Nat-Kult und den brahmanisch-hinduistischen Elementen sollen aufgezeigt und eine Idee des gegenwärtig in Burma etablierten und praktizierten Schamanismus vermittelt werden.

Mag.a Veronica Futterknecht ist Assistentin am Institut für Religionswissenschaft, Kath.-Theol. Fakultät, sowie Dissertantin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Uni Wien. Sie berichtet von ihrer letzten Feldforschung in Burma, die sie in unterschiedlichen Gegenden des Landes mit Mönchen, Gläubigen, sowie traditionellen HeilerInnen und deren PatientInnen zusammentreffen hat lassen.

-- online seit 20.5.2009 --



Posterausstellung „110 Jahre Phonogrammarchiv“

Wir laden Sie herzlich ein, die anlässlich des Symposiums gezeigte Posterausstellung über die Aktivitäten bzw. Arbeitsbereiche des Phonogrammarchivs hier als PDF zu „besuchen“.

-- online seit 15.5.2009 --



Internationales Symposium „110 Jahre Phonogrammarchiv - Reflexionen über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven“

Zeit: Montag, 27.4.2009
Ort: Herbert Hunger-Haus, Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19 (1. Stock), 1010 Wien

Der 110. Geburtstag des ersten wissenschaftlichen Schallarchivs der Welt bietet einen geeigneten Anlass, um im Rahmen eines international besetzten Symposiums über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven nachzudenken. Eine begleitende Posterausstellung gibt zudem Einblicke in den aktuellen Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Das Programm zu dieser Veranstaltung, zu der wir Sie im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts schon jetzt herzlich einladen dürfen, finden Sie hier.

-- online seit 30.3.2009 --



Der UNESCO Jikji-Preis und die José Maceda Collection

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Phonogrammarchiv und der University of the Philippines

2007 hat das Phonogrammarchiv den Jikji-Preis der UNESCO, die höchste internationale Auszeichnung auf dem Gebiet der Dokumentenbewahrung, gewonnen. Der Preis war 2004 von der Stadt Cheongju als Anerkennung für die Eintragung des Buches Jikji in das Internationale Register des Memory of the World Programmes durch die UNESCO gestiftet worden. Dieses Buch ist das älteste erhaltene Buch in einer von buddhistischen Mönchen der Stadt entwickelten Drucktechnik mit beweglichen Metalllettern. Es stammt aus dem Jahr 1377 und ist somit 78 Jahre älter als die Gutenbergbibel.
Der Preis ist mit US$ 30.000.- dotiert. Bei der Einreichung muss der Verwendungszweck im Falle des Gewinns angegeben werden. Das Archiv teilte mit, es würde den Preis für die Sicherung einer audiovisuellen Sammlung (vorzugsweise in einem Entwicklungsland) stiften.

Gleichzeitig mit der Zuerkennung des Jikji-Preises wurde die José Maceda Collection der University of the Philippines in das Internationale Register von Memory of the World aufgenommen.
Das Phonogrammarchiv, aus früheren Kontakten mit der Sammlung und seiner Situation vertraut, entschied sich, das Preisgeld für die Digitalisierung dieses bedeutenden Korpus zu stiften.
Die Digitalisierung ist inzwischen voll angelaufen.

Lesen Sie hier mehr über die José Maceda Sammlung und die Zusammenarbeit zwischen Wien und Manila.

-- online seit 15.12.2008 --



Rudolf M. Brandl übernimmt Leitung des Phonogrammarchivs mit 1. Oktober 2008

Prof. Dr. Dr.h.c. Rudolf M. Brandl, zuletzt Univ.-Prof. für Vergleichende Musikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, übernimmt am 1. Oktober 2008 die Leitung des Phonogrammarchivs von HR Dr. Dietrich Schüller.

Rudolf M. Brandl war von 1965 - 1975 Mitarbeiter des Archivs, danach wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin und seit 1982 Professor an der Universität Göttingen. Er hat noch als Mitarbeiter im Phonogrammarchiv mit Feldforschungen in Griechenland (ab 1963) begonnnen, bei serbischen Gastarbeitern 1973/74 in Wien und seit 1986 auch in China (Maskenriten, Lokal- und Kunqu-Oper).

Link zu Publikationen (Auswahl)

-- online seit 30.9.2008 --


Neuerscheinungen

Im Rahmen der Reihe „Mechanische Musikinstrumente/Mechanical Music“:

Vol. 6:
KV 594 - „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ von W. A. Mozart. Eine virtuelle Rekonstruktion.
Idee und Durchführung: Helmut Kowar

OEAW PHA CD 26

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Eigentlich sollte Mozarts Adagio und Allegro KV 594 auf einem Orgelautomaten eines opulenten Schaubildes erklingen, das 1791 zum Angedenken des Feldmarschalls Laudon von Graf Deym in Wien präsentiert wurde, doch technische Probleme dürften verhindert haben, dass dieses Werk überhaupt zum Einsatz kam. Die neue CD des Phonogrammarchivs der ÖAW erweckt die Musik dieser Komposition als virtuelle Rekonstruktion wieder zum Leben. Hier werden nun vier mögliche Varianten einer klingenden Rekonstruktion von KV 594 vorgestellt, die den ursprünglichen Intentionen des Bestellers und Mozarts wohl sehr nahe kommen dürften. Das besondere ist, dass KV 594 hier nun erstmals im „authentischen Klang“ zu hören ist, da diese Musik wahrscheinlich nie eine historische Aufführung erlebt hat. Der Klang der Pfeifen wurde wie bei der Rekonstruktion von KV 608 wieder aus den entsprechend gewählten Registern eines wirklichen Orgelinstruments bezogen. Ein ausführliches Booklet beleuchtet die Aspekte der historischen Situation im Jahr 1791 und ihre Umsetzung in klingende Musik.

CD bestellen 

-- online seit 17.4.2008 --


Im Rahmen der Reihe „Mitteilungen des Phonogrammarchivs“:

Nr. 93

Um-Feld-Forschung
Erfahrungen Erlebnisse Ergebnisse

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Dieser Sammelband basiert auf der Vortragsreihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“. Die Beiträge entstanden aus den im Rahmen dieser Reihe in den Jahren 2001 bis Jänner 2005 im Seminarraum des Phonogrammarchivs gehaltenen Referaten und Berichten. AutorInnen sind: Gerhard Kubik, Moya A. Malamusi, Ingeborg Baldauf, Christian Jahoda, Wolfgang Kraus, Rudolf M. Brandl, Regine Allgayer-Kaufmann und viele andere.
Mit einem Vorwort von Andre Gingrich.

Mehr Informationen ...

Ahamer, Julia & Lechleitner, Gerda (Hrsg.), VÖAW 2007, 350 Seiten, zahlreiche Farb- und SW-Abbildungen, 22,5x15cm, broschiert
ISBN13: 978-3-7001-3820-4

Um-Feld-Forschung. Erfahrungen - Erlebnisse - Ergebnisse
Buch bestellen

-- online seit 17.4.2008 --



Helmut Kowar

KV 594 - „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ von W. A. Mozart

Eine virtuelle Rekonstruktion

Die Präsentation der CD fand am Mittwoch, 2.4.2008, 16:00 Uhr im Johannessaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipl-Platz 2, statt.

-- aktualisiert am 17.4.2008 --


TAPE regional training course on preservation and digitisation of audio and video collections, Vienna, Austria, 12-16 November 2007

TAPE organizes a 5 days' regional training course on preservation and digitisation of audio and video collections. The programme has been developed on the basis of experiences made in former TAPE training courses, and is specifically adapted for small audiovisual and mixed media research collections.

The course is jointly organised by the Phonogrammarchiv of the Austrian Academy of Sciences, partner in project TAPE, and by the Austrian Mediathek.

Target group

The course aims at those planning, or already actively involved in preservation /digitisation projects of their audio and video collections. The courses surveys technical and ethical principles of audio and video preservation as well as practical work.

Topics and features

Tutorials include audio and video carrier technology, their components and vulnerability, handling and storage; maintenance of equipment, format obsolescence, strategy and ethical principles of long-term preservation; analogue-to digital-transfer and digital repositories, focussing on small scale - low cost solutions. Emphasis lies also on collection assessment and planning of projects for preservation.

Preliminary Programme

Monday, 12 November
  • Welcome
  • Introduction: Light and sound; audiovisual carriers vs text documents (DS)
  • Audiovisual carriers: Recording principles, composition, stability, handling and storage (DS)
  • Format obsolescence and availability of replay machines (NW)
  • Long-term preservation strategy (based on IASA-TC 03) (DS)
Tuesday, 13 November
  • Carrier Selection and restoration - hands-on (NW, AW)
  • Signal extraction from originals - hands on (based on IASA-TC 04) (NW, FL, JSp, FP, JA)
Wednesday, 14 November
  • Maintenance of equipment (NW, FP)
  • Digital repositories: Small scale approaches audio, hands-on (MR, JSp, FP)
  • Visit Österreichische Mediathek
  • Digital repositories: Mass storage system (RH, HL)
Thursday, 15 November
  • Digital repositories: Linear video file archiving - hands on (FP, JA)
  • Meta Data: (CL, CFJ, JSp, RH, HL)
Friday, 16 November
  • Planning of preservation and digitisation projects (DS)
  • Quality control (NW)
  • Wind up and closure

Tutors

Julia AHAMER (JA)
Christiane FENNESZ-JUHASZ (CFJ)
Rainer HUBERT (RH)
Franz LECHLEITNER (FL)
Hermann LEWETZ (HL)
Christian LIEBL (CL)
Michael RISNYOVSZKY (MR)
Dietrich SCHÜLLER (DS)
Johannes SPITZBART (JSp)
Nadja WALLASZKOVITS (NW)
Andreas WEISSER (AW)

Registration fee

The registration fee is 600 Euros. Participants from institutions that are TAPE partners or from Academies of Sciences having cooperation agreements with the Austrian Academy of Sciences will pay 500 Euros. For the latter, a limited number of grants to cover accommodation and subsistence in Vienna is available upon special application. The fee includes coffees, teas, lunches, and a course pack with reading materials.

Participants should make their own travel and accommodation arrangements. The local organisers, however, will assist to find modestly priced hotel accommodation, if requested.

For more information on TAPE see www.tape-online.net

-- aktualisiert am 14.11.2007 --


UNESCO/Jikji Preis an das Phonogrammarchiv verliehen

Der Jikji-Preis wurde von der Stadt Cheongju City in der Republik Korea gestiftet und ist nach dem ältesten Buch der Welt benannt, das von buddhistischen Mönchen in einem Kloster der Stadt im Jahr 1377, dh. 78 Jahre vor Gutenberg, mit beweglichen Metall-Lettern gedruckt wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre für "signifikante Beiträge zur Bewahrung des Dokumentenerbes" verliehen und ist mit 30.000,- US Dollar dotiert.
Das Phonogrammarchiv wurde mit diesem internationalen Preis für seine Leistungen im Bereich der Bewahrung von Audio- und Videodokumenten geehrt.

Die Preisverleihung fand am 4. September 2007 im Kulturzentrum der Stadt Cheongju in Gegenwart von 1200 geladenen Gästen statt. Dietrich Schüller und Bernhard Graf übernahmen seitens des Archivs den Preis aus den Händen von Nam Sang-Woo, dem Bürgermeister der Stadt. Unter den Gratulanten befanden sich der Kulturminister der Republik Korea sowie, im Wege von Video-Botschaften, Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, und Kodchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO.

Botschaft des Generaldirektors der UNESCO Kodchiro Matsuura: Video und Text als *.pdf.

Nähere Informationen zum Jikji-Preis hier.

Die Preisverleihung ist hier auf Video zu sehen (bitte klicken Sie auf den Play-Button unterhalb des Bildes).

Dankesrede von Dietrich Schüller anlässlich der Entgegennahme des Jikji-Preises.

-- online seit 18.9.2007 --


IASA TC-04

Das IASA Technical Committee hat den vierten Titel der Serie "Standards, Recommended Practices and Strategies", die "Guidelines on the Production and Preservation of Digital Audio Objects" fertiggestellt. Sie sind in gedruckter Form zum Preis von 25,- € direkt von der IASA zu beziehen: Bestellformular.
Die Richtlinien wurden unter Mitwirkung von Dietrich Schüller und Michael Risnyovszky erarbeitet. Eine Webversion ist in Vorbereitung.