Neuigkeiten, Vorträge, Neuerscheinungen
- Podiumsgespräch „Kontinuität und Wandel in der Feldforschung“
- Buchpräsentation „Dschila le Romendar andar o Burgenland“
- European Acoustic Heritage DVD erschienen
- CD-Neuerscheinung: „Vol. 8: Musik um 1600“
- Buchpräsentation „Sefarad an der Donau“
- ERLEBNIS PHONOGRAMMARCHIV
- Akustisches Erbe Madagaskars repatriiert
- Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie "European Acoustic Heritage"
- Internationale Konferenz der UNESCO zum Thema "The Memory of the World in the Digital Age: Digitization and Preservation"
- Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 3, erschienen
- Workshop „Beziehungen zwischen Sprachton und Musik“ (July 5 - 7, 2012)
Einladung
zum Podiumsgespräch
aus Anlass des 70. Geburtstages
von
Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Rudolf M. Brandl
„Kontinuität und Wandel in der Feldforschung“
mit
Ingeborg Baldauf (Humboldt Universität Berlin)
Ursula Hemetek (Universität f. Musik u. darstellende Kunst Wien)
August Schmidhofer (Universität Wien)
Jürgen Schöpf (Phonogrammarchiv der ÖAW)
und dem Jubilar
Moderation: Helmut Kowar (Phonogrammarchiv der ÖAW)
Montag, 1. Juli 2013
16 Uhr c.t.
Wohllebengasse 12-14, Seminarraum (Erdgeschoß), 1040 Wien
Ihre Anmeldung erbitten wir an das Phonogrammarchiv der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Liebiggasse 5, Tel.: +43 1 4277-29601,
Fax: +43 1 4277-9296, email: pha@oeaw.ac.at
-- online seit 13.6.2013 --
Buchpräsentation

Dschila le Romendar andar o Burgenland
Lieder der burgenländischen Roma
Ardipe, khetankedipe taj komentar / Herausgeber, Zusammenstellung und Kommentar:
Christiane Fennesz-Juhasz & Emmerich Gärtner-Horvath
Uprutni Schica / Oberschützen, 2013
75 Seiten, ISBN 978-3-200-03109-8
Die Initiative „Burgenland singt!“ und das Burgenländische Volksliedwerk laden gemeinsam mit dem Verein Roma-Service und dem Phonogrammarchiv der ÖAW zur Präsentation des Liederbuches ein.
Es enthält 30 Lieder dieser burgenländischen Volksgruppe. Die traditionellen Lieder wurden bei Roma im Raum Oberwart und bei Lovara, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Nordburgenland lebten, im Rahmen von Feldforschungen aufgenommen. Darüber hinaus enthält der Band auch neuere Lieder, die heute gerne von den burgenländischen Roma gesungen werden.
| Termin: | Sonntag, 9.6.2013, 18 Uhr |
| Ort: | Haus der Volkskultur Hauptstraße 25 7432 Oberschützen |
-- online seit 6.6.2013 --
European Acoustic Heritage DVD erschienen
Grenoble (2013, by Jürgen Schöpf)
Herausgeber: Jürgen Schöpf
Grafik: Roman Haynes, Jürgen Schöpf
Mastering: Johannes Spitzbart
Erscheinungsdatum: 30.4.2013
© 2013, PhA-ÖAW, TAMK, ENSAG-CRESSON, escoitar
Das Phonogrammarchiv hat zum Abschluss des von der EU-Kommission geförderten Projektes „European Acoustic Heritage“ eine Doppel-DVD vorgelegt, herausgegeben von Jürgen Schöpf, gemastert von Johannes Spitzbart. Diese DVD steht kostenlos bzw. gegen eine Manipulationsgebühr bei allen Projekt-Partnern in Wien, Tampere, Grenoble und Santiago de Compostela zur Verfügung. Die erste DVD enthält ein statisches Abbild der Internetseite http://europeanacousticheritage.eu (deren Zukunft nur bis Ende 2014 gesichert ist). Darunter befinden sich kürzlich neu hinzugekommene pädagogische Anleitungen, wie man mit Gruppen von Kindern oder Erwachsenen mit Klängen und Geräuschen arbeiten kann. Die DVD enthält auch Raumklang-Aufnahmen („surround“), z.B. eine Fiaker-Mitfahrt durch Wiens ersten Bezirk. Die zweite DVD enthält Video-Interviews zum Thema Klang und klangliches Erbe aller beteiligten Partner mit englischen Untertiteln. Wir empfehlen diese DVD namentlich Lehrern der Musik, Geschichte, Geographie, Kunst, Soziologie, ... sichern Sie sich Ihr Exemplar!
-- online seit 10.6.2013 --
Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Mechanische Musikinstrumente“:
Vol. 8:
Musik um 1600
Die Automaten in der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums
Herausgeber, Konzept und wissenschaftliche Ausarbeitung: Helmut Kowar.
Redaktion: Gerda Lechleitner.
OEAW PHA CD 34, 2013.
Fünf Objekte der Kunstkammer sind mit Musikautomaten ausgestattet: der Trompeterautomat von 1582, das Schiff von 1585, der Bacchuswagen (entstanden in der Zeit von 1602-1606), der Walbaumschrank (um 1620/25) und der Minervawagen (um 1625-30). Sie zählen zu den frühesten klingenden Zeugnissen der europäischen Musikkultur. Aus konservatorischen Gründen war einer Instandsetzung des Trompeterautomaten, des Schiffes und des Bacchuswagen Grenzen gesetzt und die klingende Musik konnte nur mit einer Rekonstruktion wieder hergestellt werden. Die teilweise gut erhaltene Notation der Musik auf den Informationsträgern (Rädern und Scheiben) und die noch funktionstüchtigen Pfeifen und Trommelmembrane der Automaten ermöglichten die Realisation der Musik im ursprünglichen Klangbild. Die Orgelwerke des Minervawagen und des Walbaum-Schrankes konnten soweit in Stand gesetzt werden, dass sie ihre Musik wieder selbständig wiedergeben. Die Automaten spielen zu einer bewegten Szenerie ein thematisch passendes Musikprogramm und machen uns mit einzigartigen Beispielen einer teilweise improvisierenden Aufführungspraxis bekannt. Den Tonaufnahmen sind Bilder der Transkription aller Musikstücke beigefügt.
-- online seit 24.5.2013 --
Buchpräsentation
Michael Studemund-Halévy, Christian Liebl & Ivana Vučina Simović (eds.)

Sefarad an der Donau
Lengua y literatura de los sefardíes en tierras de los Habsburgo
Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) lädt gemeinsam mit dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu einer Buchpräsentation mit anschließendem Vortrag ein.
Die Publikation Sefarad an der Donau würdigt die Bedeutung Wiens als herausragendes Zentrum sefardischer Kultur und wirft Licht auf die im Dunkeln liegenden Anfänge der Gemeinde der Stadt, die sich zu einer Hochburg des judenspanischen Buchdrucks und Pressewesens entwickeln sollte. Sie widmet sich aber auch der Erforschung und audiovisuellen Dokumentation anderer, einst blühender sefardischer kehillot auf dem Gebiet der ehemaligen Habsburgermonarchie und am Balkan. Die in diesem Band versammelten Beiträge (auf Englisch, Französisch und Spanisch), großteils die Früchte einer internationalen Konferenz 2011 an der ÖAW, stammen von WissenschaftlerInnen aus ganz Europa, Israel und den USA und spiegeln somit das weltweite Interesse an Sprache und Literatur der Sefarden wider.
| Termin: | Donnerstag, 23.5.2013, 18:30 |
| Ort: | Theatersaal der ÖAW Sonnenfelsgasse 19, 1. Stock 1010 Wien |
-- online seit 8.5.2013 --
ERLEBNIS PHONOGRAMMARCHIV
Besuch der 2. Klasse der Volksschule Börsegasse am 8. November 2012
Besuch der 2. Klasse der Volksschule Börsegasse am 8. November 2012
Auf Initiative einer engagierten Mutter fanden eine interessierte Lehrerin und die neugierigen Kinder ihrer Klasse am 8. November den Weg ins Phonogrammarchiv.
Was ist ein Schallarchiv, seit wann kann man Töne festhalten, wie waren die Aufnahmebedingungen – das waren Fragen, die gemeinsam mit den Kindern besprochen und am Beispiel der Aufnahme von Kaiser Franz Joseph und der eines Laut-gebenden („knurrenden“) Fisches verdeutlicht wurden.
Im Rahmen der technischen Führung unternahmen die Kinder einen kurzen Ausflug in die „Steinzeit“ der Tonaufnahme: Vom Edison-Zylinder über das Grammophon zum Wiener Archiv-Phonographen wurde demonstriert, wie die Schallrillen um 1900 ins Wachs gegraben wurden, wie man sie damals hörte und wie sie heute mit modernen Mitteln digitalisiert und restauriert werden können. Das vorgespielte Phonogramm beeindruckte die Kinder offenbar sehr, denn noch beim Hinausgehen wurde die Melodie nachgesungen.
An einer dritten Station konnten wir den Kindern zeigen, was Feldforschung ist: eine Gruppe lernte in Windeseile und beeindruckender Leichtigkeit ein Spiel-Lied aus Swasiland. Jeweils eine/r aus der Gruppe durfte dieses Spiel-Lied mit einer Videokamera filmen.
-- online seit 13.11.2012 --
Akustisches Erbe Madagaskars repatriiert
Mireille Rakotomalala und August Schmidhofer
(Antananarivo, 26. September 2012)
Zeitgerecht zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober darf das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bekannt geben, dass über 1000 Tondokumente aus Madagaskar in ihr Ursprungsland zurückgekehrt sind.
Die Aufnahmen entstanden zwischen 1961 und 1992 im Rahmen der Feldforschungen von Lotte Schomerus-Gernböck, Gerhard Kubik, August Schmidhofer und Michael Weber. Stellvertretend für diese Wissenschaftler und im Namen des Phonogrammarchivs überreichte August Schmidhofer (Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien, bis 1989 selbst Mitarbeiter des Archivs) Ende September am Institut de Civilisations (Université d’Antananarivo) der Ethnomusikologin und ehemaligen Kulturministerin Mireille Rakotomalala ein virtuelles Archiv auf Festplatte: Tondokumente von traditioneller Musik, Märchen und Erzählungen sowie die betreffende Begleitdokumentation.
Der feierliche Akt der Repatriierung dieses akustischen Erbes fand großes Echo in den lokalen Medien. Es ist zu erwarten, dass nun auch andere Archive diesem Beispiel folgen werden.
Das Phonogrammarchiv sieht sich seit seiner Gründung 1899 der Bewahrung des immateriellen Kulturgutes der Menschheit verpflichtet. Diese Aufgabe geht seit langem mit der Verantwortung einher, die von österreichischen Forscherinnen und Forschern im Feld angefertigten und über Jahrzehnte im Phonogrammarchiv bewahrten unikalen Aufnahmen den Ursprungsländern wieder zugänglich zu machen (siehe hierzu auch die im Verlag der ÖAW herausgegebenen Editionen).
Der UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes steht heuer unter dem Motto “Audiovisual heritage memory – the clock is ticking”. Dieses Thema verweist insbesondere auf die Dringlichkeit der digitalen Langzeitsicherung von AV-Erbe, das durch obsolete Formate bzw. proprietäre Abspielgeräte in seinem Bestehen gefährdet ist. Gerade durch seine Expertise auf diesem Gebiet genießt das Phonogrammarchiv seit langem international hohes Ansehen.
-- online seit 25.10.2012 --
Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie "European Acoustic Heritage"

Am 19. und 20. September fand das vierte Projekttreffen im EU-Projekt "European Acoustic Heritage" statt, dieses Mal in Tampere, Finnland. Dr. Jürgen Schöpf war, als project manager für das Phonogrammarchiv, mit dabei. Begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm wurde die europäische Wanderausstellung "Discovering The Soundscapes of Europe" aus der Taufe gehoben.
Susanna Ihanus, Projektmanagerin für TAMK, Horacio Gonzalez Dieguez für das spanische Künstlerkollektiv escoitar, gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Tampere und den Anwesenden Vertretern der Projektpartner aus Frankreich und Österreich eröffneten in der Galeria Nottbeck die Wanderausstellung "Discovering Soundscapes of Europe" zu Ihrer Premiere. Die schon festliegenden nächsten Stationen der Ausstellung werden ab Anfang nächsten Jahres Grenoble, Brüssel und Santiago de Compostela sein.
Zum Rahmenprogramm gehörte eine Pressekonferenz, bei der die Studie "European Acoustic Heritage" mit mehreren Beiträgen des Phonogrammarchivs der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Studie ist auch in elektronischer Fassung auf der Projekt-Seite zugänglich (http://europeanacousticheritage.eu/2012/09/research-publication-european-acoustic-heritage/).
Bei der Pressekonferenz wurden auch die Gewinner des "Soundscape Composition Contest" bekannt gegeben. Dr. Jürgen Schöpf war Teil der Jury dieses Wettbewerbs, zu dem über 50 Kompositionen eingereicht worden waren. Die von der Vor-Jury ausgewählten Finalisten sind auf der Internetseite des Projektes anhörbar (http://europeanacousticheritage.eu/contest/).
Am 20. September setzte sich das Programm mit einer der Öffentlichkeit zugänglichen Konferenz fort, bei der Mitarbeiter des Projektes über Akustische Stadtplanung, unsere alltägliche Schall-Umgebung, Klangumgebung und Tourimus, Schallarchive und Klanglandschaften, sowie Sound-Art und Pädagogik referierten. Am Nachmittag wurden Studierende der Fachhochschule Tampere zu "workshops" eingeladen, die mit einer Podiumsdiskussion abgerundet wurden.
-- online seit 27.9.2012 --
Internationale Konferenz der UNESCO:
"The Memory of the World in the Digital Age: Digitization and Preservation"
26. bis 28. September 2012, Vancouver, British Columbia, Kanada.
Auf Einladung der Veranstalter dieser internationalen Konferenz über den dauerhaften Zugang zum digitalen Dokumentenerbe wird die Audio-Cheftechnikerin des Phonogrammarchivs, Mag. Nadja Wallaszkovits, einen Workshop mit dem Titel "Digitization of small sound collections: Problems and solutions" abhalten. Thema ist die Digitalisierung kleinerer Bestände an Tonaufnahmen, wobei der Schwerpunkt auf strukturellen, technischen und konzeptionellen Problemen der praktischen Implementierung und Realisierung liegen wird. Zu den behandelten Bereichen zählen u.a. die Bewertung der Sammlung und ihres Erhaltungszustands, die Einschätzung der nötigen bzw. verfügbaren Ausstattung, die Entwicklung eines Plans zur Bestandserhaltung, Vorschläge zu einer Prioritätenliste auf der Basis unterschiedlicher Dringlichkeiten für die jeweiligen Teile der Sammlung, die Festlegung der erforderlichen Ausstattung (Test, analog, digital) und der Entwurf eines Geschäftsplans für Investitionen, die Schulung der lokalen Mitarbeiter in Techniken und Methoden der digitalen Audioarchivierung, die Installation der Ausstattung, der Arbeitsbeginn sowie – in der Folge – die technische und konzeptionelle Unterstützung. Die Implementierung einer Open Source-basierten Datenbank und eines individuell adaptier- und erweiterbaren Serversystems wird ebenfalls besprochen.
-- online seit 24.9.2012 --
Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 3, erschienen!

Wenn Sie dieser Tage rot sehen, kann das auch an unserem soeben erschienenen Jahrbuch 3 liegen. Den drei von MitarbeiterInnen des Phonogrammmarchivs verfassten Beiträgen zur technischen Forschung und Entwicklung folgen zwei Aufsätze von mit uns kooperierenden WissenschaftlerInnen zum Thema „Kontextualisierung“ sowie ein Artikel zum Arbeitsschwerpunkt „Bedrohte Kulturen“. Zwei ausführliche Feldforschungs- und Konferenzberichte, eine Rezension und schließlich der Tätigkeitsbericht für 2011 gewähren darüber hinaus Einblicke in die audiovisuelle Forschung des vergangenen Jahres.
Erschienen bei: Cuvillier Verlag, Göttingen
http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS3wf0g=/Buchdetails.html
-- online seit 10.7.2012 --
Das Phonogrammarchiv und das ICLTT der ÖAW laden ein zum Workshop
„Beziehungen zwischen Sprachton und Musik“ (zur Workshop Unterseite)

Die Realisierung des Sprachtones in Musik in Sprachen mit phonologischem Ton ist bis heute weder in der Ethnomusikologie noch der Linguistik ausreichend untersucht worden. Die Herkunft beider Disziplinen im westlichen Denken, das heißt in nicht-tonalen Sprachen, bewirkte, dass diese Fragestellung in beiden Disziplinen bis vor kurzem vernachlässigt wurde.
Der „Workshop Relationships of Speech Tone and Music“ nimmt sich dieser Thematik interdisziplinär an. Wir laden Forscher aus Linguistik und Ethnomusikologie ein, dieses Thema in bisher nicht da gewesener Tiefe auszuloten. Wir wollen verschiedene Forschungsansätze und -methoden zusammen bringen. Aber auch Ergebnisse bisheriger Forschungen wie Sprachton in Musik repräsentiert wird sollen vorgestellt werden.
Für weitere Informationen: Email @ Jürgen Schöpf
| Termin: | 5. – 7. Juli 2012 |
| Ort: | Österreichische Akademie der Wissenschaften Wohllebengasse 12-14, 1040 Wien |
-- online seit 12.4.2012 --
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