Neuigkeiten, Vorträge, Neuerscheinungen



CD-Neuerscheinungen bei „Music & Arts“: Historische Konzerte der Wr. Symphoniker

Eine erste Auswahl der im Phonogrammarchiv digitalisierten historischen Bestände der Wiener Symphoniker ist bei Music&Arts erschienen.

Muisc&Arts: Monteverdis Orfeo

Orfeo von Claudio Monteverdi: Paul Hindemith dirigiert Mitglieder der Wiener Symphoniker, unter ihnen auch Nikolaus Harnoncourt sowie weitere Mitwirkende aus denen sich in den 50er Jahren der Concentus Musicus Wien formierte.

Johannes-Passion: Wiener Symphoniker, Wiener Singakademie, Uta Graf, Marga Hoeffgen, Julius Patzak, Gerard Souzay, Walter Berry unter der Leitung von Fritz Lehmann.

http://musicandarts.com/0610_New_Class.html

Die historischen Tonbänder - Konzertmitschnitte der Wiener Symphoniker mit bedeutenden Solisten und unter namhaften Dirigenten, 1952-56 von der Sendergruppe Radio Rot-Weiß-Rot aufgezeichnet - wurden seinerzeit von Oskar Deleglise vor der Vernichtung bewahrt. Im Auftrag des Orchesters wurden diese 2004-2009 im Phonogrammarchiv sorgfältig spielbar gemacht und digitalisiert. Die digitalisierten Aufnahmen sowie die Originalbänder sind zur Langzeitsicherung bei der Österreichischen Mediathek untergebracht.

Muisc&Arts: J. S. Bach, Johannes Passion

MUSIC AND ARTS PROGRAMS OF AMERICA, INC., ein kleines non-profit label mit Sitz in Californien, hat sich u.a. auf die Herausgabe historischer Raritäten spezialisiert. In Koproduktion mit den Wiener Symphonikern eröffnet die Plattenfirma mit diesen Tondokumenten eine Serie einmaliger Belege des Nachkriegsmusiklebens. Aufnahmen des noch jungen Friedrich Gulda sowie Dirigate von Ataúlfo Argenta sind ebenfalls vor Kurzem erschienen..

-- online seit 03.08.2010 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

A Hakhun Tangsa Festival in Assam, India:
a stage for presenting a new multi-faceted identity

Meenaxi Barkataki-Ruscheweyh


Zeit: Dienstag, 29.06.2010, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

The Tangsas are a small ethnic group, related to the Nagas, living in north-east India. In recent years, rapid changes have occurred to their lifestyles as a result of migration down from the hills and conversion to Christianity. The newly converted Christian Tangsas had initially believed that religion could suffice as culture, but many have realised now that it cannot help them secure their (ethnic) identity. The past two decades have seen efforts to recover or reinvent their own traditions, and to re-package their ‘imagined’ traditional culture as a component of their new modern Christian image.
Annual village festivals are very good sites to witness these processes at first hand. I wish to take a closer look at one village festival organized by the Hakhun Tangsas which I attended last year in order to substantiate my claim that the Hakhuns use their ethnicity to bolster their social and political position, and that their principal aim is not so much to preserve and present their traditional culture as it is to project a new multi-faceted identity which draws from both their traditional ethnic past and their modern Christian present.

Meenaxi Barkataki-Ruscheweyh is a PhD student in Anthropology at the University of Göttingen, Germany, and associated with the DoBeS-project “Tai, Tangsa, Singpho” (together with J. Schöpf and others).

-- online seit 25.06.2010 --



Im Rahmen der Reihe „Feldforschung in Theorie und Praxis“

50 Jahre „im Feld“

Mozes F. Heinschink im Gespräch


Zeit: Mittwoch, 16.06.2010, 18 Uhr c.t.
Ort: Seminarraum des Phonogrammarchivs der ÖAW
Reichsratsstraße 17, 4. Stock, 1010 Wien

Prof. Mozes F. Heinschink: seit 1960 rege Feldforschungstätigkeit bei Roma und Sinti (insbesondere in Mittel- und Südosteuropa), zahlreiche Publikationen zu deren Sprache und Kultur, einschlägige Lehraufträge an österreichischen Universitäten, Gründungs- und Vorstandsmitglied eines Wiener Roma-Vereins, Romani-Übersetzer und politischer Beobachter für internationale Vereinigungen und NGOs. Die umfangreiche „Sammlung Heinschink“ ist im Phonogrammarchiv archiviert.

Moderation: Christiane Fennesz-Juhasz

-- online seit 01.06.2010 --



Das Phonogrammarchiv beteiligt sich an der virtuellen Ausstellung „A Roma Journey


Web-Ausstellung "A Roma Journey" der Europäischen BibliothekZum Besuchen der Ausstellung klicken Sie hier...

In der neuen Web-Ausstellung der Europäischen Bibliothek hat das Phonogrammarchiv eine Auswahl seiner umfangreichen Bestände zur Kultur der Roma online verfügbar gemacht. Das Archiv präsentiert hier sein ältestes Tondokument der Roma-Sprache (aufgenommen 1901 in Kroatien, publiziert auf OEAW PHA CD 7) ebenso wie seine früheste Tonaufnahme eines Roma-Musikers (Bosnien, 1912). Die Auswahl bietet zudem zahlreiche – bislang unveröffentlichte – Zeugnisse der Erzählkultur, Musik und Oral History von Roma aus verschiedenen europäischen Regionen, darüber hinaus sind der Sänger Šaban Bajramović sowie bekannte SchriftstellerInnen wie Mateo Maximoff, Elena Lacková, Ceija Stojka und Leksa Manuš im O-Ton zu hören.

Weitere Informationen sind im Newsletter der Europäischen Bibliothek zu finden.

Romanes

Link zur Pressemitteilung (PDF)



-- online seit 30.04.2010 --



Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Band 1, erschienen


Jahrbuch 1 des Phonogrammarchivs

Rechtzeitig zum 111. Geburtstag des Phonogrammarchivs ist das Jahrbuch des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Band 1, erschienen. Es enthält die Referate des internationalen Symposiums zum Thema „Reflexionen über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven“, das anlässlich des 110-jährigen Bestehens am 27.4. 2009 in der Akademie stattfand, sowie einen gerafften Jahresbericht der Institution.

Erschienen bei: Cuvillier Verlag, Göttingen
http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS72c0w=/Buchdetails.html

-- online seit 28.04.2010 --



Die klassische chinesische Kunqu-Oper erstmals in Österreich!


Die klassische chinesische Kunqu-Oper erstmals ins Österreich

Kunqu ist der klassische chinesische Opernstil, der in seiner Bedeutung für die musikali-sche Weltkultur (es ist die älteste lebendige Opernform) allen anderen Operntraditionen an künstlerischem Wert gleichzusetzen ist. Dies manifestiert sich in der Aufnahme in die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ der UNESCO.

Zeit: 13. und 14. Januar 2010, Beginn 19 Uhr s.t.
Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
  Unkostenbeitrag (incl. Programm mit Einführung):
Studenten:
€ 15,-
€ 10,-
  Kartenreservierung per e-mail: pha@oeaw.ac.at

Das Kunqu entstand im 13.Jh. aus dem Yuan-Zaju in Nordchina und dem Song-Nanxi (Südliches Theater) in Suzhou, Hangzhou und Wenzhou. Es wurde im 16.Jh. in der Ming-Dynastie kanonisiert: die damaligen Regeln gelten bis heute. Das Kunqu war bis ins 19.Jh. die hochliterarische Oper der Literati, Beamten und Gentry mit eleganten, ästhetisch subtilen „vom Wasser polierten“ Melodien und verfeinerter Darstellungskunst. 1790 verschmolz es mit Lokalopernstilen zur populären Peking-Oper, existierte aber parallel weiter. 1966-1976 war zwar das Kunqu verboten, doch bildeten 16 überlebende alte Meister nach 1980 eine neue Generation von Opernsängern aus, sodaß heute in 7 Städten (Beijing, Nanjing, Shanghai, Hangzhou, Suzhou, Wenzhou, Chenzhou) wieder Kunqu-Truppen auftreten, von denen die aus Suzhou (SO-China) eine der besten ist und jetzt nach Wien eingeladen werden konnte:

Unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission finden am 13. & 14. 1. 2010 um 19 Uhr zwei Aufführungen mit unterschiedlichem Programm im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und eine Ausstellung einiger wertvoller Kostüme statt.

In Zusammenarbeit mit Prof. Qu Liuyi (Beijing) macht die Kunqu-Forschungsgruppe (2004-2008 an der Universität Göttingen, seit 2009 im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) unter Leitung des Musikethnologen Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Brandl Feldforschungen bei allen Kunqu-Operntruppen (Beijing, Nanjing, Shanghai, Suzhou, Hangzhou, Wenzhou/Yongjia, Chenzhou), um Aufführungsstil und Tradition zu dokumentieren und ein für das 20./21.Jh. repräsentatives Repertoire auf Video live aufzuzeichnen, das im Phonogrammarchiv der ÖAW archiviert und als DVDs publiziert wird.
Diese Sammlung ist die 1. wissenschaftliche Live-Video-Dokumentation des Kunqu.

-- aktualisiert am 28.12.2009 --



„Albanien Projekt“ abgeschlossen

Mit zwei Workshops und einer Pressekonferenz in Tirana, bei der u.a. der albanische Minister für Bildung und Wissenschaft, Prof. Dr. Myqerem Tafaj, sowie der österreichische Botschafter, Mag. Florian Raunig, das Wort ergriffen, wurde das Projekt Digitalisierung des Schallarchivs des Instituts für Kulturanthropologie des Zentrums für Albanologische Studien abgeschlossen.

In dem vierjährigen Projekt wurden die Bestände des Instituts, ursprünglich als Institut für Volkskultur der Albanischen Akademie der Wissenschaften gegründet worden war, von den Originalbändern wiedergegeben, digitalisiert und in ein digitales Archivsystem eingespielt. Im Wesentlichen spiegelt die Sammlung die systematisch dokumentierte traditionelle Musikkultur Albaniens der letzten 50 Jahre wider.

Das Projekt wurde von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit durch die Austrian Development Agency mit einem Betrag von 180.000,- Euro unterstützt.

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-- online seit 23.12.2009 --



Einladung zum Symposium

400 Jahre Kroaten in Wien

von 20. - 22. November 2009 im Kroatischen Zentrum.
Im Rahmen dieses Symposiums findet im Kroatischen Zentrum ab 20:30 eine CD-Präsentation statt:

Croatian Recordings 1901-1936

Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950
Series 11/1
Zeit: Freitag, 20.11.2009, 20:30 Uhr
Ort: Kroatisches Zentrum
Schwindgasse 14, 1040 Wien

Gerda Lechleitner (Wien), Grozdana Marošević und Naila Ceribašić (Zagreb) stellen die CD-Publikation vor, unterstützt durch das Vokalensemble "Basbaritenori", das Kroatische Liedbeispiele vorführen wird.

Wir freuen uns auf ihr Kommen.

-- online seit 19.11.2009 --



Hast Du Töne? Das Phonogrammarchiv nimmt heuer an der Langen Nacht der Forschung teil!


Lange Nacht der Forschung 2009

Wo?

Wollzeile 27a, Erdgeschoss links

Wann?

am 7.11.2009 von 16:27 bis Mitternacht

Dabei können Sie etwas über technische Ton- und Videoaufzeichnung und den kulturwissenschaftlichen Umgang mit audiovisuellen Dokumenten in den letzten 110 Jahren erfahren - und einige Schmankerln haben wir auch auf dem Menü:

  • Wir gießen Schallplatten aus Schokolade, live!
  • Außerdem gibt es eine Hör-Bar mit Beispielen aus 110 Jahren Tondokumentation
  • „Von Armenisch bis Zande – Sprachenvielfalt im Phonogrammarchiv“
    Wie klingt Burushaski? Wo spricht man Tok Pisin? Hören Sie auf unserer „klingenden Weltkarte“ 99 Beispiele von mehr oder weniger exotischen Sprachen dieser Erde.
  • „HINeinSEHEN – HERausHÖREN“
    Ob Grönland, Papua-Neuguinea oder Himalaja – das Phonogrammarchiv beherbergt kulturwissenschaftlich wertvolle Ton- und Videoaufnahmen aus vielen Gegenden der Welt.
    Erleben Sie auf einer DVD Kostproben aus unseren audiovisuellen Beständen – oder: Schau’n und hör’n Sie sich das an!
  • Vortrag (20:30-21:00 Uhr): Ein Vergleich zwischen europäischer Oper und chinesischer Kunqu-Oper in der Darstellung von Wahnsinn
  • Zum Mitmachen: Pfeifen-Orchester-Musik aus Litauen und Botswana
    (jeweils um 17:30, 19:30 und 21:30 Uhr, Dauer ca. 30min)

-- online seit 22.10.2009 --



Symposium anlässlich des 70. Geburtstages von Dietrich Schüller am UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Digitale Verfügbarkeit von AV-Archiven im Internet-Zeitalter


Die Tagung wird veranstaltet von den Medienarchiven Austria (m|a|a) und dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Zeit: Dienstag, 27.10.2009, 9:30 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften
Herbert Hunger-Haus, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Programm [PDF]

-- online seit 05.10.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Mechanische Musikinstrumente“:

Vol. 7:
Joseph Haydn -
Sämtliche Flötenuhren

Vol. 7: Joseph Haydn - Sämtliche FlötenuhrenCD bestellen

Herausgeber, Konzept und wissenschaftliche Ausarbeitung: Helmut Kowar.
Redaktion: Gerda Lechleitner.
OEAW PHA CD 29, 2009 .

Joseph Haydn hat spezielle Musik für Flötenwerke komponiert, und das offensichtlich in enger Zusammenarbeit mit seinem Kollegen am Esterhazyschen Hof, dem Hofkaplan und Bibliothekar P. Primitivus Niemecz, der sich mit der Herstellung automatischer Orgelwerke einen Namen machte. Von ihm sind zwei signierte Instrumente aus den Jahren 1792 und 1793 erhalten, zwei weitere nicht signierte können ihm mit großer Sicherheit zugewiesen werden. Dazu kommt noch eine Flötenuhr von Johann Joseph Wiest, die bis 1804 in der Deymschen Kunstgalerie in Wien ausgestellt war und so Haydns Kompositionen damals auch in einem öffentlichen Rahmen präsentierte – während die Niemecz-Uhren den privaten Bereich zu Haydns Zeit ja nie verlassen haben. Auf diesen fünf Flötenuhren sind 38 Musikstücke zu hören, 18 sind originale Kompositionen bzw. Einrichtungen Haydns, die anderen hat wahrscheinlich Niemecz, der auch Musiker war und von Haydn Unterricht erhielt, arrangiert bzw. komponiert. Da viele Stücke in Varianten auf zwei oder drei Uhren erscheinen, enthält diese Gesamtausgabe 65 Titel. Die fünf Flötenuhren finden sich heute nach wechselvollem Schicksal verstreut in privatem und öffentlichem Besitz in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Ihr musikalisches Repertoire kann hier erstmals gemeinsam und vollständig vorgestellt werden.

Eine Hörbeispiel dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 14.08.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 12:
Judeo-Spanish from the Balkans
The Recordings by Julius Subak (1908) and Max A. Luria (1927)

Series 12: Judeo-Spanish from the BalkansCD bestellen

Herausgeber: Christian Liebl. Assistenz: Gerda Lechleitner.
Mit Beiträgen von Paloma Díaz-Mas, Christian Liebl, Aldina Quintana Rodríguez und Edwin Seroussi (in collaboration with Rivka Havassy).
OEAW PHA CD 28, 2009 .

Die Sammlung Subak umfasst 15 Phonogramme, die heute als die ältesten wissenschaftlichen Aufnahmen dieser auch Ladino genannten Sprache gelten. Sie enthalten zumeist Gedichte und romances (die oral tradierten Balladen des spanischen Mittelalters), aber auch Gesänge und einen flammenden Appell zur Bewahrung der judenspanischen Sprache.

Luria führte im Rahmen seiner Dissertation linguistische Feldforschung im mazedonischen Monastir (dem heutigen Bitola) durch und fertigte 26 Aufnahmen an, die in Sprichwörtern und Dialogen, vor allem aber in zahlreichen konsežas (Volkserzählungen) diesen besonders konservativen Dialekt des Judenspanischen wieder zum Leben erwecken.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 13.07.2009 --



Neuerscheinung im Rahmen der Reihe „Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950“:

Series 11/1:
Croatian Recordings 1901-1936

Series 11/1: Croatian Recordings 1901-1936CD bestellen

Herausgeber: Dietrich Schüller. Bearbeiterin: Gerda Lechleitner. Assistenz: Christian Liebl und Jakša Primorac.
Mit Beiträgen von Walter Breu, Naila Ceribašić, Radoslav Katičić, Franz Lechleitner, Gerda Lechleitner, Mijo Lončarić, Grozdana Marošević, Dario Marušić, Gerhard Neweklowsky und Jakša Primorac.
OEAW PHA CD 27, 2009.

Die Serie 11 Croatian Recordings ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Institut za etnologiju i folkloristiku in Zagreb und dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Die Serie 11/1 beinhaltet Aufnahmen, die auf dem heutigen Staatsgebiet Kroatiens entstanden sind, aber auch kroatische Aufnahmen, die außerhalb Kroatiens, in der „Diaspora“, aufgenommen wurden.
1901 machte Milan Rešetar anlässlich seiner Untersuchungen von Dialektgrenzen im Norden Kroatiens Tonaufnahmen, 1907 erforschte er die Kultur und Sprache der in Molise (Süditalien) lebenden Kroaten und nahm Lieder und Erzählungen auf. Einzelne Aufnahmen entstanden in Istrien und beinhalten Istro-Rumänisch (1905) und italienische Dialekte (1908). Eine größere Sammlung ist die von František Pospíšil mit Liedern und Geschichten von in Südmähren lebenden Kroaten (1910). Mathias Murko phonographierte 1913 epische Gesänge; kroatische Soldatenlieder entstanden im Rahmen des Projekts „Soldatenlieder der k. u. k. Armee“. Im Archiv wurden 1912 Josef Florschütz und 1936 ein Männerquartett aus Parndorf aufgenommen – letztere sind die frühesten Dokumente von Burgenlandkroaten. Breiten Raum nimmt die außergewöhnliche Sammlung („südslawische“ Volksmusik 1913-1920) von Josip Široki ein, da er Forscher, Interpret und Techniker in einer Person war, ein Unikum unter den Beständen des Phonogrammarchivs.

Eine Auswahl an Hörbeispielen dieser Publikation finden Sie auf unserer „Audio-Editionen“ Seite (Link) unter dem Menüpunkt „Publikationen“.

-- online seit 13.07.2009 --