Forschungsbereiche
-
Erforschung und audiovisuelle Dokumentation bedrohter Sprachen und Musikkulturen »
-
Kontextualisierende Forschung »
- European Acoustic Heritage - Urbane Umweltgeräusche
- Introducing interdisciplinarity in music studies in the Western Balkans in line with European perspective
- Aktuelle Tendenzen in der Volks- und Popularmusikpraxis in Österreich
- Kontextualisierung und Edition von Tonaufnahmen
- Kulturelle Aktivitäten westafrikanischer Zuwanderer in Wien
- Musik mechanischer Musikinstrumente
- Musik und Oraltraditionen der Roma
-
Technische Forschung und Entwicklung im audiovisuellen Bereich »
-
RMB Collection »
Erforschung und audiovisuelle Dokumentation bedrohter Sprachen und Musikkulturen
Erforschung und Dokumentation bedrohter Sprachen in Kinnaur (Himachal Pradesh, Indien)
Kontakt: Christian Huber
Das Projekt setzt die Erforschung und Dokumentation verschiedener bedrohter Sprachen Kinnaurs (Shumcho, Kinnauri-Harijan und Jangshung/Jangrami) fort, die im Rahmen des Projektes Dokumentation oraler Traditionen in Spiti und Upper Kinnaur (FWF-Projekt P15046) begonnen wurde. Bisher fanden drei Feldforschungsreisen statt (2007, 2009, 2011). 2007 wurden auch erste Untersuchungen zur Sprache von Sunnam angestellt.
Gegenwärtig konzentriert sich die Forschung auf die bislang undokumentierte Shumcho-Sprache, die hauptsächlich in drei Dörfern der Shumcho-Region gesprochen wird. Die Forschungen zu Shumcho umfassen u.a. Untersuchungen zu Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Lexikon. Diese Untersuchungen werden durch Aufnahmen von Texten (Märchen, Erzählungen, Interviews zu sozio-kulturellen oder historischen Themen usw.) ergänzt, die mit Hilfe lokaler Gewährsleute transkribiert, übersetzt und analysiert werden.
Musikethnologische Forschung bei bedrohten Kulturen in Assam, Indien
Kontakt: Jürgen Schöpf
Das Ziel dieser Feldforschung ist die musikethnologische Erforschung und Dokumentation vokaler und instrumentaler Musiktraditionen der Sprecher des Tai (Phake), Singpho (Jingpo, Jinghpaw) sowie Tangsa (Naga), dreier bedrohter Sprachen, die in den nordostindischen Bundesstaaten Assam und Arunachal Pradesh von Bevölkerungsminderheiten gesprochen werden. Die Dokumentation erfolgt durch audiovisuelle Aufnahmen z.B. von Festen, Tanzliedern, Arbeitsliedern oder informellem Singen. Die Forschungstätigkeit wird in enger Zusammenarbeit mit dem DoBeS-Projekt The Traditional Songs and Poetry of Upper Assam – A Multifaceted Linguistic and Ethnographic Documentation of the Tai, Tangsa and Singpho Communities in Margherita, Northeast India (DoBeS II/82721 & II/83085) durchgeführt.
Aktuell konzentriert sich die Forschung auf die Untersuchung der Funktionsweise des 2010 von Stephen Morey und Jürgen Schöpf entdeckten Bambus-Pyrophons (in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien) sowie auf die Untersuchung des Verhältnisses von Melodik in der Vokalmusik und Sprachton in Tai, Singpho und Tangsa.
Kontextualisierende Forschung
European Acoustic Heritage - Urbane Umweltgeräusche
Gefördert durch EACEA-P5-Culture Unit, Culture Programme 2007-2013 - Strand 1.2.1
Project No. 2011-0521/001-001 CU7-COOP7
Dauer: Mai 2011 – April 2013
Kontakt: Jürgen Schöpf (Leitung), Bernhard Graf, Christiane Fennesz-Juhasz, Johannes Spitzbart, Nadja Wallaszkovits
A restudy of urban soundscapes of Vienna is currently undertaken as part of the EU-funded project “European Acoustic Heritage”. The Phonogrammarchiv's original study, inspired by R. Murray Schafer, was conducted between 1980 and 1983. Beyond the comparison of urban sounds then and now, and its integration into the work of the partners in Spain, Finland and France, the applicability of surround sound recording for possible future use in field work is explored.
Introducing interdisciplinarity in music studies in the Western Balkans in line with European perspective (InMuSWB)
Gefördert durch EACEA-TEMPUS IV, Joint Projects; 517098-TEMPUS-1-2011-1-RS-TEMPUS-JPCR
Dauer: 15. Oktober 2011 – 14. Oktober 2014
Kontakt: Gerda Lechleitner (Leitung), Christiane Fennesz-Juhasz, Franz Lechleitner, Johannes Spitzbart, Nadja Wallaszkovits
Das Projekt ist ein Länder übergreifendes Unterfangen im Bereich Musikerziehung, das die Bemühungen von Experten aus 6 EU-Ländern mit denen von drei Westbalkan-Staaten zusammenführen wird. Das große Projektziel liegt im Beitrag zur Reorganisation der Musikerziehung in Westbalkan-Ländern in Übereinstimmung mit gängigen Europäischen Trends, d. h. es geht um die Modernisierung der Curricula im ersten und zweiten Studienabschnitt und die Entwicklung und Einführung neuer, moderner und flexibler interdisziplinärer Studienprogramme in allen drei Abschnitten. Das Phonogrammarchiv wird seine Expertise bei der Erstellung bzw. des Aufbaus für ein systematisches Archiv bereit stellen, wird seine Kenntnisse bei der Digitalisierung von Tonbändern, beim Dokumentieren und Transkribieren von Aufnahmen, beim Erstellen von Katalogen und Publikationen sowie in der Organisation und Durchführung von Feldforschung weiter geben (geplant sind Vorlesungen der ProjektmitarbeiterInnen an der Musikuniversität in Sarajewo sowie praktische Übungen unter Anleitung der ProjektmitarbeiterInnen im Phonogrammarchiv).
Aktuelle Tendenzen in der Volks- und Popularmusikpraxis in Österreich
Kontakt: Katharina Thenius-Wilscher
Conceived as a restudy of an earlier long-term project conducted by the Phonogrammarchiv between 1978 and 1985, the present field research focuses on the audiovisual documentation of current tendencies in the performance of folk and popular music in Austria in order to investigate continuity and change in musical traditions; so far, recording activities have been carried out in Lower Austria (especially the Industrieviertel).
Kontextualisierung und Edition von Tonaufnahmen
Kontakt: Clemens Gütl, Christian Liebl, Gerda Lechleitner
In the course of their content-related analysis of audiovisual sources (especially historical recordings), members of staff focus on bio-biographical studies of (field) researchers and the people recorded as well as on a contextual evaluation of the genesis of these recordings; historico-cultural issues and aspects pertaining to the history of science also play an important role for a better understanding of the collections of the Phonogrammarchiv. This interdisciplinary approach not only requires visits to relevant archives, but also stimulates fruitful cooperation with other institutions, such as the Österreichisches Biographisches Lexikon. Results are made available in the complete edition of the archive’s Historical Collections 1899–1950, the selected edition of other audio and video recordings as well as additional publications. Ongoing research and publication projects include the “Contextualisation of sound recordings in African languages”, “O.C. Artbauer – his biography and sound recordings”, “Recordings from the Caucasian Region 1909 and 1915/16: The Collection of Adolf Dirr and the Recordings from the Prisoner of War Camps WWI (Rudolf Pöch/Robert Lach)” and “Indian Recordings 1904/5, 1918, 1927”.
Kulturelle Aktivitäten westafrikanischer Zuwanderer in Wien
Kontakt: Hedwig Köb
Ziel des Projekts ist die audiovisuelle Erfassung des Kulturlebens möglichst vieler in Wien lebender westafrikanischer Gemeinden. Die Dokumentation umfasst alle kulturellen Aktivitäten von Künstlern und Organisatoren und deren soziokulturellen Hintergrund. In Frage kommen aktuelle Ereignisse, die von Afrikanern für Afrikaner, öffentlich oder privat veranstaltet werden, Künstlerporträts und Interviews. Feldforschungsaufenthalte im Senegal im Frühjahr 2010 und Herbst 2011 konzentrierten sich auf die Dokumentation der in mehreren westafrikanischen Ländern verbreiteten Griot-Tradition im soziokulturellen Kontext ihrer Heimat als Gegenüberstellung zu deren Überlebensform in der Diaspora.
Musik mechanischer Musikinstrumente
Kontakt: Helmut Kowar
The activities – started in 1980 – comprise the exploration of historical automata, the production of audio and video documentation of the instruments as a source for further research into their music and history, and the publication of results from current investigations in this field.
Musik und Oraltraditionen der Roma
Kontakt: Christiane Fennesz-Juhasz
Im Rahmen des Forschungsbereichs wird zu (rezenten wie bereits historischen) gruppenspezifischen Ausprägungen der Musik, aber auch der Erzählkultur von Roma gearbeitet, wobei Aufnahmen aus den diesbezüglich umfangreichen Beständen des Phonogrammarchivs ausgewertet und aktuelle Feldforschung (derzeit primär in Österreich) mit einbezogen werden. Jeweils themenspezifisch und in interdisziplinärer Kooperation mit externen Partnern bzw. Forschungsstellen werden ausgewählte Archivbestände zur Kultur der Roma (oder deren Inhalte) auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht (s. Tondokumente zur Roma-Kultur; RomBase; A Roma Journey).
Technische Forschung und Entwicklung im audiovisuellen Bereich
Restaurierung sowie Optimierung der Wiedergabe von Audiomedien
Kontakt: Nadja Wallaszkovits (Leitung), Franz Pavuza, Johannes Spitzbart, Prof. Heinrich Pichler (Technikum Wien)
Das Projekt widmet sich der Optimierung der Wiedergabe von analogen und digitalen Audioformaten, sowie der Langzeiterhaltung, Spielbarmachung und Restaurierung von Audiomedien. Dabei werden sowohl problematische bzw. bereits obsolete Formate berücksichtigt, als auch Standard-Wiedergabeprozesse und Digitalisierungsverfahren weiterentwickelt bzw. optimiert.
Evaluierung von Videoformaten für die Langzeitspeicherung
Kontakt: Franz Pavuza
There is currently no standardised archival format for video footage. The Phonogrammarchiv is evaluating open and proprietary formats for long-term storage and is engaged in discussions with similar institutions within the AMIA community (open source and digital issues committee).
RMB Collection
Musik der Kunqu-Oper in China (Qupai-Konzept)
Kontakt: Rudolf M. Brandl, Li Huang
In einer repräsentativen Video-Dokumentation aller Kunqu-Operntruppen um die Jahrtausendwende wird das Konzept der Melodiemodelle (Qupai) analysiert und dargestellt. (siehe „Orbis Musicarum“)
Traditionelle Musik Griechenlands
Kontakt: Rudolf M. Brandl
In einer möglichst repräsentativen Gesamtdarstellung griechischer Volksmusik wird die kognitive musikalische Struktur (Skopos-Prinzip) erforscht. Für die inselgriechische Musik liegt bereits eine Monographie vor, die festlandgriechische (Epiros, Makedonien) Skopos-Konzeption ist in Bearbeitung. Weiters wird an einer ethnohistorischen Monographie über Ali Pasha von Janina und einem zweiten Band zur Musik auf Karpathos gearbeitet.
deutsch
english