Editionen von Tondokumenten
- Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950
- Historische Stimmen aus Wien
- Mechanische Musikinstrumente
- Jubiläums-Ausgabe "90 Jahre Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich"
- Schallplatten-Edition
- Special Series
- Field Recordings
- Tondokumente zur Kultur der Roma
- Klingende Forschung – Konzertdokumentationen
Video-Edition
Die historischen Bestände des Phonogrammarchivs 1899-1950 wurden als Dokumente universaler Bedeutung seitens der UNESCO in das Weltregister des "Memory of the World"-Programmes eingetragen.
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Mit der 1979 als Schallplatten-Edition begonnenen und in der Folge als CD-Edition weitergeführten Serie Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv werden Bestände des Archivs einem weiten Benützerkreis zugänglich gemacht.
Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950
Herausgeber: Dietrich Schüller (bis 2009)
Kontakt: Gerda Lechleitner, Christian Liebl
Technik: Johannes Spitzbart, Nadja Wallaszkovits
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
1999 hat das Archiv aus Anlaß seines 100-jährigen Bestehens begonnen, seine historischen Bestände an Tonmaterialien, die von 1899-1950 auf mechanischen Tonträgern gespeichert wurden, als kommentierte Gesamtausgabe auf CD zu veröffentlichen.
| Hinweis: Um die hier beigefügten Tonbeispiele abhören zu können, muß auf Ihrem Computer das kostenlose Programm RealPlayer Basic installiert sein. |
| Series 1: The First Expeditions 1901 to Croatia, Brazil and the Isle of Lesbos. Comments by Friedl Grünberg et al. OEAW PHA CD 7, 1999. |
||
|
Die ersten Expeditionen von 1901 boten eine ideale Gelegenheit, den neuentwickelten Archiv-Phonografen zu testen. |
|
| Serie 2: Stimmporträts. Kommentiert von Peter Michael Braunwarth et al. OEAW PHA CD 8, 1999. |
||
|
Sie hören Eugen von Böhm-Bawerk, den Mann, der auf der 100-Schilling-Note abgebildet war, Alfred Grünfeld, Siegfried Lipiner, Adolf von Sonnenthal und viele andere historische Persönlichkeiten. |
|
| Series 3: Papua New Guinea (1904-1909). The collections of Rudolf Pöch, Wilhelm Schmidt, and Josef Winthuis. Comments by Don Niles. OEAW PHA CD 9, 2000. |
||
|
Das Kernstück der Serie "Papua New Guinea (1904-1909)" sind die berühmten Aufnahmen von Rudolf Pöch, einem Arzt und Anthropologen, der sich frei zwischen Deutschland, Neuguinea und Britisch Neuguinea (Papua), und dann weiter nach Holländisch Neuguinea, bewegte. Die Aufnahmen von Schmidt stellen die ersten Aufnahmen von traditioneller Musika aus Papua Neuguinea unter Studiobedingungen dar. Die Aufnahmen von Winthuis, 1908-09, im Tolai-Gebiet, kennzeichnen den Beginn des bedeutenden Beitrags von Missionaren zur Herstellung von Feldaufnahmen. |
|
| Serie 4: Soldatenlieder der k. u. k. Armee Kommentiert von Oskár Elschek. OEAW PHA CD 11, 2000. |
||
|
Auf Anfrage des k.u.k. Kriegsministeriums nahm das Phonogrammarchiv Soldatenlieder in möglichst allen in der Monarchie gesprochenen Sprachen auf. Unter den Aufnahmen befinden sich Solo- und Chorlieder mit und ohne Instrumentalbegleitung, sowie auch reine Instrumentalstücke. |
|
| Series 5: The Collections of Rudolf Trebitsch (1906-1913) |
||
| Rudolf Trebitsch, Arzt, Ethnologe und Pionier der Phonographie, interessierte sich vor allem für europäische Minoritäten. Die "Sammlungen Trebitsch" umfassen drei Forschungsbereiche, die eine Publikation in drei Bänden nahelegten: | ||
| Series 5/1: Recordings from Greenland (Kalaalit Nunaat) 1906. Comment by Michael Hauser. OEAW PHA CD 13, 2003. |
||
|
Diese CD umfaßt ca. 25 Sprachaufnahmen, die Geschichten, Legenden, Gedichte und Beschreibungen verschiedener Ereignisse enthalten, sowie ca. 70 Lieder, darunter traditionelle grönländische Gesänge wie besondere Kinderlieder, Trommellieder oder Gesänge auf sinnlose Silben, und weiters 6 Instrumentalstücke. |
|
| Series 5/2: Celtic Recordings - Ireland, Wales, Brittany, Isle of Man, and Scotland (1907-1909). Comment by Ulla Remmer. OEAW PHA CD 14, 2003. |
||
| Trebitsch war drei Sommer lang in Keltisch sprechenden Regionen Europas unterwegs und legte mit seinen Tonaufnahmen eine einmalige Sammlung von Sprachproben und Volksliedern an. Unter den Sprechern und Sängern befinden sich bedeutende Persönlichkeiten wie Joseph Loth oder Peter O'Leary. |
|
|
| Series 5/3: Basque Recordings 1913. Comment by Bernhard Hurch. OEAW PHA CD 15, 2003. |
||
| Der Professor für Romanische Sprachwissenschaft Hugo Schurchardt empfahl Trebitsch an Julio de Urquijo, der ihn bei seiner Aufnahmetour tatkräftig unterstützte. Die Aufnahmen decken systematisch das gesamte baskische Sprachgebiet ab, enthalten eine Vielzahl an Dialektvarianten sowie die Stimmen verschiedener historischer Persönlich-keiten des baskischen Kultur- und Sprachlebens wie R.M. de Azkue oder Pierre Broussain. |
|
|
Auf CD-ROM liegen die Originalprotokolle in Form digitaler Bilder bei, und Orientierungs-Transliterationen/-Transkriptionen von Texten und Musik erleichtern den Zugang zu den Tondokumenten. |
||
| Serie 6: Schweizer Aufnahmen (deutsch) |
||
| In Kooperation mit dem Phonogrammarchiv der Universität Zürich und Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch MEMORIAV (Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz), den Robert J. Schwarzenbach-Fonds und den Zürcher Universitätsverein konnte die umfangreiche Sammlung publiziert werden. Die vorliegenden Schweizer Aufnahmen gehen auf die 1909 begründete Zusammenarbeit zwischen Wien und Zürich zurück, die in Folge zur Gründung eines Phonogrammarchivs an der dortigen Universität führte. Die Zürcher Aufnahmen entstanden mit dem in Wien konstruierten Archiv-Phonographen, die Archivierung wurde arbeitsteilig zwischen Wien und Zürich durchgeführt. Knapp 100 Jahre später wird nun, wiederum in enger Zusammenarbeit mit den Schweizer Kollegen, der historische Bestand von Schweizer Dialekten, der größtenteils in beiden Archiven, teilweise aber auch nur in Wien oder nur in Zürich liegt, zusammengeführt und als Serie 6 in drei Bänden [Bände 1 & 2: Schweizer Aufnahmen (deutsch), Band 3: Enregistrements Suisses / Ricordi sonori Svizzeri / Registraziuns Svizras (français, italiano, rumantsch)] publiziert. |
||
| Serie 6/1: Schweizer Aufnahmen (deutsch) Kommentare von Jürg Fleischer und Thomas Gadmer. OEAW PHA CD 16, 2002. |
||
|
Auf 5 CDs finden sich sowohl standardisierte Sprachproben als auch freie Erzählungen aus den nördlichen Schweizer Kantonen (von Basel über Zürich bis St. Gallen). |
|
| Serie 6/2: Schweizer Aufnahmen (deutsch) Kommentare von Jürg Fleischer und Thomas Gadmer. OEAW PHA CD 17, 2002. |
||
|
Auf 5 CDs finden sich sowohl standardisierte Sprachproben als auch freie Erzählungen aus den zentralen und südlichen Schweizer Kantonen (z.B. Bern, Freiburg, Tessin, Glarus, Graubünden). |
|
| Serie 6/3: Enregistrements Suisses / Ricordi sonori Svizzeri / Registraziuns Svizras (français, italiano, rumantsch) Kommentare von Jürg Fleischer, Thomas Gadmer, Ricarda Liver, Raphaël Maître, Mario Vicari. OEAW PHA CD 18, 2002. |
||
|
Auf zwei CDs finden sich Sprachproben aus den französisch- und italienischsprachigen und rätoromanischen Gebieten der Schweiz. |
|
| Series 7: Rudolf Pöch's Kalahari Recordings (1908) Comments by Regine Allgayer-Kaufmann et al.. OEAW PHA CD 19, 2003. |
||
| Die Serie 7 enthält Rudolf Pöchs Aufnahmen von seiner Kalahari-Expedition, die er zwischen 1907 und 1909 im Auftrag der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien durchführte. Sein Ziel waren anthropologische und ethnographische Forschungen bei den "Buschmännern" der Kalahari, aber auch botanische, zoologische, geographische und geologische Studien. Die Ton- und Filmaufnahmen entstanden in der Zeit zwischen April und August 1908. |
|
|
| Serie 8: Österreichische Volksmusik (1902-1939). Kommentare von Helga Thiel und Walter Deutsch. OEAW PHA CD 22, 2004. |
||
Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Zahl der in Österreich bis in die 1950er Jahre entstandenen Volksmusikaufnahmen gering. Umso vordringlicher schien es daher, die aus der Zeit von 1902 bis 1939 stammenden Bestände an frühen Tondokumenten zur österreichischen Volksmusik im Rahmen der Gesamtausgabe rechtzeitig zum 100-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Volksliedwerkes zugänglich zu machen. Die vorliegenden 84 Aufnahmen - Lieder sowie Rufe und Jodler, aber auch Instrumentalmusik - entstanden vor allem im Salzkammergut und im Pinzgau, zu verschiedensten Anlässen und in unterschiedlichen Zusammenhängen. i |
|
|
| Series 9: The Collection of Abraham Zvi Idelsohn (1911-1913). Herausgeber: Dietrich Schüller. Bearbeiterin: Gerda Lechleitner. |
||
Die Sammlung Idelsohn gehört zu den berühmtesten historischen Beständen des Phonogrammarchivs. Wir freuen uns, dass diese wertvollen Tondokumente nach intensiver Zusammenarbeit mit der Hebrew University und der Jewish National and University Library in Jerusalem, dem AHD (Archives for Historical Documentation, Brighton/Mass.) und der University of Chicago als Serie 9 der Gesamtausgabe erscheinen. |
|
|
| Series 10: The Collection of Father Franz Mayr Zulu Recordings 1908 Herausgeber: Dietrich Schüller. Bearbeiterin: Gerda Lechleitner. |
||
Im Gegensatz zu anderen historischen Beständen des Phonogrammarchivs, deren Veröffentlichung von der Wissenschaft schon lange erwartet wurde, haben die Zulu-Aufnahmen des Tiroler Priesters Franz Mayr, 1908 in der ehemaligen britischen Kolonie Natal (Südafrika) entstanden, bisher nicht die Beachtung gefunden, die sie verdienen. Clemens Gütl, der vor einigen Jahren in einer Buchpublikation erstmals auf den Afrika-Missionar hingewiesen hat, interpretiert im Kommentar zur vorliegenden CD-Edition den historischen Kontext der Aufnahmen aus moderner Sicht und charakterisiert Mayr als leidenschaftlichen Sammler und musikinteressierte Persönlichkeit. Zu Mayrs Gewährspersonen zählten junge Schulmädchen, „traditionell“ lebende Zulus und solche, die (zumindest formell) das Christentum angenommen hatten und von europäischer Kultur beeinflusst waren. August Schmidhofer betont in seinem Beitrag die große Bandbreite an musikalischen Stilen in Mayrs Sammlung, wie sie am Beginn des 20. Jahrhunderts im Südlichen Afrika praktiziert wurden. Während die meisten Tondokumente verschiedene autochthone Singweisen widerspiegeln, gibt es auch eine Anzahl von Beispielen mit europäisch beeinflussten Hymnen und Kompositionen. Sie reichen von Gebeten und freien Reden über Kriegsgesänge und Jagdliedern zu „Tanzgesängen“, die laut Mayr, von „jungen christlichen Zulus selbst komponirt, nicht von Missionären gelehrt” wurden. Aus anderen Aufnahmen erfahren wir Interessantes über historische Begebenheiten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, wie z.B. die diversen bewaffneten Auseinandersetzungen in Natal oder die Beziehungen zwischen der einheimischen „schwarzen“ Bevölkerung und den Kolonialisten. In manchen Tondokumenten finden sich an „traditionelle“ Autoritäten gerichtete Lobpreisungen (izibongo), andere bieten Einblicke in Hochzeiten und diverse Feste. Mit Ausnahme von zwei Tondokumenten im Swati-Dialekt Baca sind alle Aufnahmen in einer historischen Variante des Zulu gesungen bzw. gesprochen. Diese Publikation erschließt nicht nur eine bedeutsame Quelle für Ethnomusikologie und Linguistik; sie wird auch die Aufmerksamkeit einer weiteren an afrikanischen Kulturen und afrikanischer Geschichte interessierten Öffentlichkeit auf sich ziehen und besonders in den Herkunftsgebieten der Gewährspersonen Beachtung finden. |
|
|
| Series 11/1: Croatian Recordings 1901-1936 Herausgeber: Dietrich Schüller. Bearbeiterin: Gerda Lechleitner. Assistenz: Christian Liebl und Jakša Primorac. |
||
CD 1: Track 13
|
Die Serie 11 Croatian Recordings ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Institut za etnologiju i folkloristiku in Zagreb und dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Gerda Lechleitner und Grozdana Marošević erarbeiteten ein Konzept, um die historischen kroatischen Aufnahmen geschlossen in einer Serie der Gesamtedition zu vereinen; es handelt sich dabei um Aufnahmen, die auf dem heutigen Staatsgebiet Kroatiens entstanden sind, aber auch um kroatische Aufnahmen, die außerhalb Kroatiens, in der „Diaspora“, aufgenommen wurden. Allerdings erwies sich dieses Material als zu umfangreich, um in einem einzigen Band veröffentlicht zu werden, sodass für eine zweibändige Serie entschieden wurde. Serie 11/1 beinhaltet kleinere Sammlungen aus der Zeit von 1901 bis 1936, die große Sammlung von Milovan Gavazzi und Božidar Širola aus den 1920er Jahren wird als Serie 11/2 erscheinen. |
CD bestellen |
| Series 12: Judeo-Spanish from the Balkans The Recordings by Julius Subak (1908) and Max A. Luria (1927) Herausgeber: Christian Liebl. Assistenz: Gerda Lechleitner. |
||
Series 12: Judeo-Spanish from the Balkans
|
Im Auftrag der Balkan-Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften hielt sich 1908/1909 der österreichische Romanist Julius Subak (1872–1936) „zur schriftlichen und phonographischen Aufnahme des Judenspanischen“ am Balkan auf. Während dieser in erster Linie sprachwissenschaftlich orientierten Forschungsreise begab er sich zu den Nachkommen jener sephardischen Juden, die nach ihrer Vertreibung aus Spanien (1492) am damals unter osmanischer Herrschaft stehenden Balkan Zuflucht gefunden hatten. So entstanden 15 Phonogramme, die heute als die ältesten wissenschaftlichen Aufnahmen dieser auch Ladino genannten Sprache gelten. Sie enthalten zumeist Gedichte und romances (die oral tradierten Balladen des spanischen Mittelalters), aber auch Gesänge und einen flammenden Appell zur Bewahrung der judenspanischen Sprache. Subak gelang es zudem, prominente Vertreter der sephardischen Gemeinde Sarajevos vor den Trichter zu bekommen – wie etwa Abraham A. Cappon, der aus seinen eigenen Werken rezitiert. |
|
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv
Historische Stimmen aus Wien
Herausgeber: Dietrich Schüller
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
| Hinweis: Um die hier beigefügten Tonbeispiele abhören zu können, muß auf Ihrem Computer das kostenlose Programm RealPlayer Basic installiert sein. |
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv
Mechanische Musikinstrumente
Herausgeber: Dietrich Schüller
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
| Hinweis: Um die hier beigefügten Tonbeispiele abhören zu können, muß auf Ihrem Computer das kostenlose Programm RealPlayer Basic installiert sein. |
| Vol. 1: Kammspielwerke aus Wien und Prag: Tanzmusik Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 6, 1999. |
||
|
Das Repertoire und die typische Art des musikalischen Arrangements der Wiener und Prager Kammspielwerke vermitteln einen Einblick in die Welt der persönlichen musikalischen Unterhaltung im 19. Jahrhundert. Sie ermöglichen uns, bekannte oder auch längst vergessene Melodien dieser Zeit zu hören und auf den Spielwerken neu zu entdecken, denn sie bewahren die Favoritstücke des Publikums und den originalen Klang ihrer Zeit. |
|
| Vol. 2: Kammspielwerke aus Wien und Prag: Opernmelodien Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 10, 2000. |
||
|
Diese CD steht ganz im Zeichen der Oper. Das Programm besteht aus verschiedensten Opernmelodien, die im 19. Jahrhundert Furore machten, einige davon heute wenig bekannt oder gar vergessen. Repräsentativ für die allgemeine Verteilung und Struktur innerhalb des Opernrepertoires auf österreichischen Spieldosen verschafft sie uns heute einen Eindruck davon, welche Musik damals beliebt war und von den Menschen gerne gehört wurde. |
|
| Vol. 3: Wiener Flötenuhren um 1800 Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 12, 2002. |
||
|
Flötenwerke sind in Wien um und nach 1790 bekannt geworden. Die in den Uhren befindlichen kleineren Flötenwerke kamen aber bald wieder aus der Mode und sind daher der Frühzeit in der Geschichte der Wiener Flötenuhr zuzuordnen. Diesen frühen Instrumenten ist die vorliegende CD gewidmet. In musikalischer Hinsicht läßt sich der Beginn dieser Spezies von Musikautomaten in Wien geradezu als sensationell bezeichnen: Haydn, Mozart und Beethoven komponierten für die neuartigen Spielwerke. Die CD berücksichtigt diesen Aspekt mit der Wiedergabe aller Kompositionen von Haydn, welche die Flötenuhr von P. Primitivus Niemecz aus dem Jahr 1792 spielt. Das übrige Programm der CD bringt die Musik, die sich die Käufer von Flötenuhren in der Regel auf die Walzen haben setzen lassen: die damaligen Zugstücke aus Ballet und Oper, oder die neueste Tanzmusik. |
|
| Vol. 4: Wiener Flötenwerke des Biedermeier Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 21, 2004. |
||
|
Im Anschluß an die Flötenuhren um 1800, dem Thema der vorangegangenen CD, präsentiert diese CD die großen Flötenwerke der Biedermeierzeit, die zumeist in Schreibsekretären anzutreffen sind. Diese Instrumente dokumentieren eine ausgeprägte Vorliebe des damaligen Publikums für die Oper. Das Repertoire der typischen Wiener Flötenwerke des Biedermeier wird zunächst von Rossini beherrscht, daneben war auch Boieldieu sehr beliebt. Weiters sind Komponisten wie Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti und Mercadante auf der CD vertreten. Vieles spricht dafür, daß die Bestiftung der Walzen sich am damals gerade üblichen Vortrag orientierte. Mit fließenden Übergängen, agogischen Freiheiten und Solokadenzen der Singstimmen in den Arien und Duetten überliefern die Flötenwerke die zeitgenössische Aufführungspraxis, wie sie kein Notentext mitteilen kann. |
|
| Vol. 5: KV 608 Mozarts Allegro und Andante (Fantasie in f) für eine Orgelwalze im "Laudon Mausoleum". Eine virtuelle Rekonstruktion Kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 24, 2006. |
||
|
Ab 1791 zeigte Graf Deym in seiner Kunstgalerie ein imposantes Schaubild mit lebensgroßen Wachsfiguren, das sogenannte "Laudon Mausoleum". Dazu erklang von einem mechanischen Orgelwerk Mozarts Fantasie KV 608. Der Musikautomat mit der originalen Walze ist seit 1821 verschollen. Der Musikautomaten-Experte Helmut Kowar und die Technikerin Nadja Wallaszkovits vom Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben den Klang nun wiedererweckt. "Verschiedenste Quellen, zeitgenössische Traktate, schriftliche Nachrichten und die Erfahrungen und Befunde zur Musik der damaligen Musikautomaten, die im Zuge eines seit 1980 laufenden Projekts des Phonogrammarchivs gesammelt werden konnten, ließen eine Wiederherstellung der ursprünglichen klanglichen Gestaltung dieses Musikstückes allerdings möglich erscheinen", erklärt Helmut Kowar. Kowar und Wallaszkovits programmierten, ausgehend von dem in der neuen Mozart-Gesamtausgabe publizierten Notentext, Artikulation und Tempo der Musik. Den "authentischen" Klang gewannen sie durch eine entsprechende Registerwahl an einem wirklichen Orgelinstrument. Eine virtuelle Rekonstruktion" mit ausführlichem Booklet bietet fünf unterschiedliche Varianten der virtuellen Rekonstruktion der Mozart-Fantasie an. |
|
| Vol. 6: KV 594 "Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr" von W. A. Mozart. Eine virtuelle Rekonstruktion Kommentiert von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 26, 2008. |
||
| Eigentlich sollte Mozarts Adagio und Allegro KV 594 auf einem Orgelautomaten eines opulenten Schaubildes erklingen, das 1791 zum Angedenken des Feldmarschalls Laudon von Graf Deym in Wien präsentiert wurde, doch technische Probleme dürften verhindert haben, dass dieses Werk überhaupt zum Einsatz kam. Die neue CD des Phonogrammarchivs der ÖAW erweckt die Musik dieser Komposition als virtuelle Rekonstruktion wieder zum Leben. Ohne den mit der Rekonstruktion des Nachfolgestücks KV 608 gemachten Erfahrungen wäre es nicht möglich gewesen Mozarts Adagio und Allegro KV 594 klanglich wiederherzustellen, da für dieses Werk zu seiner Aufführungspraxis so gut wie keine zeitgenössischen Nachrichten vorliegen. So werden hier nun vier mögliche Varianten einer klingenden Rekonstruktion von KV 594 vorgestellt, die den ursprünglichen Intentionen des Bestellers und Mozarts wohl sehr nahe kommen dürften. Das Besondere ist, dass diese Musik wahrscheinlich nie eine historische Aufführung erlebt hat und nun erstmals im „authentischen Klang“ zu hören ist, der wieder aus den entsprechend gewählten Registern eines wirklichen Orgelinstruments bezogen wird. Ein ausführliches Booklet beleuchtet die Aspekte der historischen Situation im Jahr 1791 und ihre Umsetzung in eine virtuelle Rekonstruktion der Musik. |
|
|
| Vol. 7: Joseph Haydn - Sämtliche Flötenuhren Herausgegeben von Helmut Kowar. OEAW PHA CD 29, 2009. |
||
Vol. 7: Joseph Haydn - Sämtliche FlötenuhrenAudio CD: Track 1Joseph Haydn, Flötenuhrstück HV XIX: 17, Flötenuhr von P. Primitivus Niemecz, Esterhaza 1792. |
Joseph Haydn hat spezielle Musik für Flötenwerke komponiert, und das offensichtlich in enger Zusammenarbeit mit seinem Kollegen am Esterhazyschen Hof, dem Hofkaplan und Bibliothekar P. Primitivus Niemecz, der sich mit der Herstellung automatischer Orgelwerke einen Namen machte. Von ihm sind zwei signierte Instrumente aus den Jahren 1792 und 1793 erhalten, zwei weitere nicht signierte können ihm mit großer Sicherheit zugewiesen werden. Dazu kommt noch eine Flötenuhr von Johann Joseph Wiest, die bis 1804 in der Deymschen Kunstgalerie in Wien ausgestellt war und so Haydns Kompositionen damals auch in einem öffentlichen Rahmen präsentierte – während die Niemecz-Uhren den privaten Bereich zu Haydns Zeit ja nie verlassen haben. Auf diesen fünf Flötenuhren sind 38 Musikstücke zu hören, 18 sind originale Kompositionen bzw. Einrichtungen Haydns, die anderen hat wahrscheinlich Niemecz, der auch Musiker war und von Haydn Unterricht erhielt, arrangiert bzw. komponiert. Da viele Stücke in Varianten auf zwei oder drei Uhren erscheinen, enthält diese Gesamtausgabe 65 Titel. Die fünf Flötenuhren finden sich heute nach wechselvollem Schicksal verstreut in privatem und öffentlichem Besitz in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Ihr musikalisches Repertoire kann hier erstmals gemeinsam und vollständig vorgestellt werden. |
|
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv
Jubiläums-Ausgabe zu
"90 Jahre Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich"
Herausgeber: Dietrich Schüller
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
| Hinweis: Um die hier beigefügten Tonbeispiele abhören zu können, muß auf Ihrem Computer das kostenlose Programm RealPlayer Basic installiert sein. |
| "Dazähl'n" - 100 Jahre Dialektaufnahme in Österreich Zusammengestellt und bearbeitet von Wilfried Schabus, unter Mitarbeit von Werner Bauer et al.. OEAW PHA CD 20, 2003. |
||
| Das Phonogrammarchiv nimmt das Jubiläum "90 Jahre Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich" zum Anlass, diese CD vorzulegen, welche die seit jeher enge Zusammenarbeit mit dem "Institut für österreichische Dialekt- und Namenlexika" auf dem Gebiet der deutschen Dialektaufnahme dokumentiert. Inhalte reichen von Anekdotischem über Erzähltes in Gedichtform bis zu Exotischem, etwa dem Rezept einer "Pachamanca" aus einer Tiroler Enklave in Peru. Das der CD beigelegte booklet leistet eine gründliche textliche und dialektologische Aufbereitung aller Aufnahmen. |
|
|
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv
Schallplatten-Edition
Herausgeber: Dietrich Schüller
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1979 ff.
Diese Edition ist leider vergriffen.
| PHA EP 1: Stimmporträt Kaiser Franz Joseph, 1979. |
| PHA EP 2: Reden zur Einführung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts (1906), 1980. |
| PHA EP 3: Arthur Schnitzler, Max Burckhard, Julius Gans von Ludassy, Hugo von Hofmannsthal, kommentiert von Michael Braunwarth, 1982. |
| PHA EP 4: Stimmporträts Anton Wildgans 1931, kommentiert von Walter Rupprechter, 1982. |
| PHA EP 5: Johannes Brahms und sein Freundeskreis, kommentiert von Helmut Kowar, 1983. |
| PHA EP 6: Wiener Schauspieler I, kommentiert von Margret Dietrich, 1984. |
| PHA EP 7: K.k. Hofopernsänger, kommentiert von Franz Lechleitner, 1985. |
| PHA EP 8: Wiener Schauspieler II, kommentiert von Margret Dietrich, 1986. |
| PHA LP 1: Mechanische Musik des Wiener Biedermeier, kommentiert von Helmut Kowar, 1988. |
| PHA LP 2: Vokale Mehrstimmigkeit in Ost- und Südostafrika, kommentiert von Gerhard Kubik, 1989. |
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Special Series
Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Field Recordings
| Vol. 1: Frelik, sher un khusidl ... Brass Bands from Podolia, Klezmer and other Jewish Music collected by Isaak Loberan. |
||
|
Mit seiner neuen CD-Reihe präsentiert das Phonogrammarchiv aktuelle Ergebnisse aus Forschungsprojekten, die mit seiner Unterstützung durchgeführt wurden. Vol. 1 ist den jüngsten Feldforschungen des in Wien ansässigen Musikforschers und Klezmer-Interpreten Isaak Loberan gewidmet. |
|
![]() |
Heinz Zemanek - Ein Pionier der ComputertechnikHerausgegeben von Helmut Kowar (= Orbis scientiarum 1). DVD plus booklet (16 pp.), Göttingen: Cuvillier, 2011. |
![]() |
||
deutsch
english





