Bestände an Ton- und Videodokumenten

Die Bestände des Phonogrammarchivs umfassen Schall- und Videoaufnahmen aller Forschungsbereiche mit dem Schwerpunkt auf die österreischische Forschungslandschaft.
Der Sammlungsbestand beträgt derzeit etwa 75.000 Einzelaufnahmen mit einer Gesamtdauer von rund 14.000 Stunden (davon ca. 1.700 Stunden Video)

Die im Phonogrammarchiv aufbewahrten audio-visuellen Forschungsdokumente sind vor allem kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen zuzuordnen, insbesondere der Ethnolinguistik und Dialektologie, der Ethnomusikologie sowie der Kultur- und Sozialanthropologie. Musik, Sprachen und Oraltraditionen Afrikas, des indischen Subkontinents, des Nahen Ostens und der europäischen Roma und Sinti, österreichische Volksmusik, diverse österreichische Dialekte sowie mechanische Musikinstrumente zählen zu den Schwerpunkten der Sammlung. Ein kleinerer Teil der Bestände umfasst medizinische und Soundscape-Aufnahmen.

Benützung der Bestände:

Für Forschungszwecke, nach Maßgabe der jeweiligen rechtlichen Vereinbarung mit den Deponenten.
Die Recherche erfolgt:

  • über publizierte Kataloge [Aufnahmenummern Ph 1-2000, B 1-13000]
  • im elektronischen Online-Katalog
  • in der Protokoll-Datenbank (vor Ort)
  • über teils handschriftliche Protokolle der ältesten Aufnahmen

Hörbeispiele

Bibliothek:

Präsenzbibliothek mit ca. 4000 Büchern, Zeitschriften und Sonderdrucken. EDV-Katalog mit Dokumentation aller Artikel in Sammelbänden. Zugänglich nach telefonischer Vereinbarung.

2007 wurde dem Phonogrammarchiv von der UNESCO der Jikji-Preis verliehen; es ist dies die höchste internationale Auszeichnung “to reward efforts contributing to the preservation and accessibility of documentary heritage as a common heritage of humanity”.